Dieses Pelz Must-Have sollte jeder tragen – Bloggeraktion

Pelz_Must_haveNormalerweise halte ich mich bei Bloggeraktionen eher zurück. Da ich jedoch, wie allgemein bekannt, sehr tierlieb bin, kam ich an der Aktion „Dieses Pelz Must-Have sollte jeder haben“ nicht vorbei. Neben meiner Wenigkeit beteiligen sich auch die Bloggerinnen Susanne von binarsblog, Stephie (Pephe) von Weil Mimi nicht bloggen kann , Bella von Bellas-beautycase, Perdita von Persus Blog und die liebe Shanty von Katakomben Krokodil an dieser Aktion.

Wir alle, vornehmlich die Tierliebhaber, kennen die grausamen Bilder der Pelzindustrie, weshalb ich das tragen von Pelz vehement verabscheue und verurteile. Pelz sollte ein Mensch nur in Form eines Haustieres „besitzen“, weshalb ich euch heute meine Katze Pünktchen vorstellen möchte. weiterlesen

Tierquälerei? – NEIN DANKE!

TierquälereiNeinDankeWie ihr sicher bemerkt habt bin ich sehr tierlieb. Ich habe das Glück zwei wundervollen und außergewöhnlichen Katzen sowie einem total lieben, freundlichen und verrückten Hund ein zu Hause bieten zu dürfen. Ich rette Regenwürmer von befahrenen Straßen, schleppe Kröten aus dem Garten an für sie artgerechte Orte und auch Schlangen werden von mir nicht getötet sondern pflichtschuldigst umgesiedelt! Weshalb mich dieser Artikel in der Bildzeitung, als ich ihn gestern Abend zufällig anklickte, nicht nur mit blankem Entsetzen sondern mit purer Wut erfüllt.

Was ist passiert? weiterlesen

Billy – ein Hund in Italien

BillyAls ich 2005 das erste Mal, in einem Reisebus, mit meinem Freund nach Italien fuhr, hatte ich nur einen Hauch einer Ahnung was mich erwarten würde.
Es ist allgemein bekannt, das in südlichen Ländern die Tiere eher als Nutztiere angesehen werden und nicht, wie bei uns, als Haustiere. Etwas zu wissen und es mit eigenen Augen zu sehen sind zwei paar Schuhe, das musste ich lernen!
Als wir im Haus der Familie meines Freundes ankamen fiel mir sofort der Hund auf. Ein kleiner, brauner Terriermischling mit süßen Schlappohren und einem frechen Blick. Da ich zum ersten Mal überhaupt im Ausland war und meine Katzen zu Hause in der Obhut meines Vaters gelassen hatte, „adoptierte“ ich Billy, so hieß der Hund, als mein Ersatz- und Urlaubshaustier. Mich machte es ganz krank, das der arme Kerl tagsüber an der Kette lag. Heimlich verlängerte ich sie damit er mehr Bewegungsspielraum hatte. Zwar wurde er damals von der Großmutter morgens ausgeführt und Nachts durfte er im überdachten Bereich auch frei laufen, aber Tagsüber lag er nun mal an der Kette. Ich lag meinem Freund in den Ohren bis er nachgab und wir zwei Näpfe und eine Hundeleine kauften. Ab dem Zeitpunkt verbrachte ich mit Billy sehr viel Zeit mit Spazieren gehen und rumkuscheln. Morgens, sobald ich aus dem Haupthaus kam, erkannte er mich und jaulte herzzerreißend, bis ich zu ihm ging und ihm eine Extraportion Streicheleinheiten gab. Er war mir so dankbar.
Jeder schüttelte über mich den Kopf, schließlich hatte Billy die Aufgabe das Grundstück zu überwachen. Es brach mir das Herz den süßen Hund nach drei Wochen dort zurücklassen und oft dachte ich an den kleinen Mischling. Wie gerne hätte ich Billy mit nach Deutschland genommen, aber allein sein Jagdinstinkt, vor allem gegenüber Katzen, machte das unmöglich.
Jahr für Jahr fuhren wir im Sommer für drei Wochen in den tiefsten Süden Italiens und ich musste lernen, das ich nicht jedem Tier helfen konnte. Bildschöne Katzen liefen auf der Straße um ihr Leben, Hunde die nicht schnell genug waren wurden überfahren und ihr Kadaver lag Wochenlang am Straßenrand, unbeachtet und unsichtbar für die meisten Einheimischen. Ich versuchte zumindest Billy, der es vergleichsweise gut getroffen hatte, in diesen drei Wochen ein wenig Zuwendung zu geben und es war erstaunlich, sobald ich aus dem Auto stieg erkannte er mich und kam mir am Tor entgegen, egal wie lange ich weg war.
Als der Onkel meines Freundes eine neue Frau an seiner Seite hatte und ich sah wie sehr sie Billy zugetan war, war ich endlich beruhigt. Der kleine Rabauke durfte zwar noch immer nicht ins Haus, aber es wurde sich um ihn gekümmert, er wurde gestreichelt, gehätschelt, eine Schlafstätte an der Tür, im Schatten, die immer aufstand und er seine Menschen so im Blick hatte. Zwar musste er Nachts jetzt an die Kette, die ich immer wieder heimlich verlängerte und ihn zum Trost mit Würstchen fütterte, aber zumindest am Tag hatte er für einen Hund in Italien ein nahezu fürstliches Leben. Ich konnte beruhigt nach Deutschland zurückfahren. Als ich von seinem Tod erfuhr, immerhin wurde Billy stolze 15 Jahre alt, musste ich meine Tränen zurück halten. Ich hatte ihn echt gern, mein Urlaubshaustier.

Man muss das Elend vor Ort sehen um die kleinen Fortschritte zu erkennen. Anfangs gab es unglaublich viele Kettenhunde, auch ausgesetzte Tiere, die sich rasant vermehren, kann man dort überall sehen.
Von Jahr zu Jahr erkenne ich die Veränderungen, die auch im Süden Italiens sehr langsam Einzug erhalten. Zum Beispiel gibt es mittlerweile eine Tierarztpraxis im Dorf, immer wieder sehe ich Familien die ihre Hunde ins Haus lassen und sogar mit ihnen spazieren gehen. Was für uns hier in Deutschland selbstverständlich ist, gleicht in Italien einem Wunder. Es wird noch sehr lange dauern, bis sich die Lage für die Hunden und Katzen verbessert und entspannt, aber ein Anfang ist gemacht.

Als wir Amy bekamen, musste ich oft an Billy denken und ich hoffe er sitzt glücklich auf seiner Wolke und hechelt fröhlich vor sich hin.

Ich musste mich oft der Frage stellen warum wir einem Hund aus dem Ausland ein zu Hause gegeben haben und nicht ins Tierheim vor Ort gefahren sind. Jeder der dafür Unverständnis zeigt, hat noch nie in die Augen eines Straßenhundes geblickt, wo sich Hoffnung, Verzweiflung und die Sehnsucht nach ein wenig Zuwendung vereinen. Tierheime gibt es in Italien nicht. Nur Lager, in denen die Hunde zusammengepferscht ein trauriges Dasein fristen, ohne Futter, gepeinigt vor Durst und Angst. Die Eigentümer dieser Lager bekommen pro Hund ca. 10 EUR und halten die Tiere mit minimalem Aufwand am Leben um das Geld einzustreichen.
In Spanien, bekannt durch die Pressearbeit der Tierschützer vor Ort, sind es Tötungsstationen, in denen in regelmäßigen Abständen die Hunde vergast oder erschlagen werden. Aus solch einer Einrichtung kommt Amy! Sie hatte Glück und wurde kurz vor ihrem Tötungstermin, da war sie drei Wochen alt, mit ihrer Mutter und einem Geschwisterchen nach Deutschland zu einer Pflegestelle gebracht. Wenn ich die Berichte lese oder im Fernsehen sehe, drücke ich Amy ganz fest an mich, weil ich immer daran denken muss, das dieser tolle Hund beinahe um sein Leben gebracht worden wäre.

Es gibt viele Billys und Amys in der Welt und ich kann jedem nur empehlen ein Tier, egal ob Hund oder Katze, aus dem Ausland zu adoptieren, denn sie werden es einem mit jedem Tag danken!

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Quelle des Bildes: Alexa Gr.

Auf den Hund gekommen

AmyAls wir im August 2011 nach Italien in Urlaub fuhren, hatten wir noch keine Ahnung von der Wendung, die unser Leben nach drei Wochen Dolce Vita nehmen würde.
Wie jedes Jahr, seitdem mein Vater gestorben ist, geben wir unsere zwei Katzen in eine wunderbare Tierpension und können die drei Wochen Urlaub ohne schlechtes Gewissen genießen. Unsere Samtpfoten fühlen sich wohl in ihrem fünf Sterne Luxushotel, wo sie Stundenlang bespaßt werden und sich nicht ständig an die strengen Regeln ihrer Dosenöffner halten müssen.
Seit langem hege ich den Wunsch wieder eine Hundesbesitzerin zu werden, doch mein Freund weigert sich strikt nachzugeben und ich warte geduldig ab. Den ersten Durchbruch erziele ich mit Marley & ich, dem wunderbar komischen und zum Schluss herzzerreißenden Film über den ungehorsamsten Hund der Welt. Mein Freund kommt ins grübeln, anscheinend ist es gar nicht so übel einen Hund als Haustier zu haben, man ist immer an der frischen Luft und hat einen tierischen Kumpel an seiner Seite. Aber noch ist er nicht bereit nachzugeben und ich gedulde mich mit mühsam weiter. Der nächste Denkanstoß folgt durch einen Zeitungsartikel in der Tageszeitung mit den vier Buchstaben, in dem die Qualen der chinesischen Hunde aufgedeckt werden.
Einige Wochen später liefern wir die Katzen in der Pension ab und fahren gen Süden der Sonne entgegen. Im Urlaub fallen uns immer wieder die Streuner in den Straßen Süditaliens auf, zu scheu um sich von uns anfassen oder gar einfangen zu lassen. Zu schlecht sind ihre bisherigen Erfahrungen mit der Spezies Mensch.
Schließlich endet auch dieser Urlaub, mit Tränen in den Augen verabschieden wir uns von der Famiglia meines Freundes und fahren zurück in unsere Heimat.
Die Wiedersehensfreude in der Tierpension ist groß und ich schließe meinen schnurrenden Kater und meine beleidigte Katze in die Arme.
Die Leiterin der Tierpension erzählt uns von dem Besuch des Hundes ihrer Tochter, einen Mops. Pünktchen, sonst immer auf Krawall gebürstet wenn es um Hunde geht, war dabei erstaunlich gelassen. Mein Freund beteiligt sich plötzlich interessiert an dem Gespräch „Sie meinen es wäre möglich einen Hund und unsere Katzen zu vergesellschaften?“ Mir fällt beinahe unser Kater vom Arm und mein Herzschlag setzt kurz aus. Mir ist bewusst, DAS ist der Moment auf den ich sehnsüchtig gewartet habe.
Die Besitzerin der Pension gibt uns den Tip nach einem Welpen Ausschau zu halten und wenn wir wirkliches Interesse haben, wüsste sie sogar schon jemand, ihre Tochter, die einen Welpen zur Vermittlung freigeben würde. Sie verspricht uns Bilder der Hunde per E-Mail zuzusenden.
Freudestrahlend packen wir unsere Samtpfoten, die noch nichts von dem bellenden Unheil ahnen, das über ihren Köpfen schwebt, in die Transportboxen und fahren nach Hause.
Ungeduldig warte ich auf die Bilder und bin sofort in das kleine, tapsige Hundebaby verliebt, als ich die Mail öffne.
Natürlich gehen wir nur kucken, versprechen mein Freund und ich uns gegenseitig, als wir uns einige Tage sptäter auf den Weg zur Pflegestelle machen. Wir sind zu früh dran, nervös rutschen wir auf unseren Sitzen im Auto herum. Bei einem Blick in den Garten sehe ich das kleine Welpenbaby durch die Welt wackeln. Schließlich ist es Zeit und wir werden herzlich von Mensch und Tier begrüßt.
Amy ist der Name des kleinen Hundemädchens, ihre Schwester Nele  und die Mutter haben schon ein zu Hause gefunden.
Die Pflegmutti ruft das ganze Hunderudel zu sich und plötzlich sind wir umringt von hechelnden, freundlichen und kuscheligen Hunden aller Rassen und Größen. Amy wackelt cool und charmant auf uns zu und schwups, ist es um uns geschehen. Das kleine, freche Gesicht, die Augen aus denen der Schalk nur so blitzt, wir sind verloren.
Die Formalitäten, ein Kontrollbesuch und eine Probe aufs Exempel mit unseren Katzen , sind schnell geklärt, wir fahren wieder heim. Die nächsten Tage vergehen im Schneckentempo, wir fiebern dem Wochenende entgegen und können es kaum erwarten Amy wiederzusehen.
Endlich ist sie da, die Stunde Null. Samstag! Wir haben extra ein Babygitter gekauft, um die Katzen und den Hund bei ihrem ersten Zusammentreffen seperieren zu können. Vollkommen umsonst wie sich herausstellt. Nachdem Pünktchen mit einem Pfotenhieb gleich die Verhältnisse geklärt hat und Peppino sich meckernd und fauchend auf den Kratzbaum verzieht, wackelt Amy erst einmal fröhlich um uns herum und erkundet die Wohnung. Währenddessen werden die Formalitäten erledigt, die Wohnung besichtigt, die Pässe von uns kontrolliert, jede Menge Fragen gestellt und von uns beantwortet. Wir werden für geeignet befunden, einem Hund ein zu Hause zu geben und plötzlich sind wir Hundebesitzer. Amy bleibt trotzdem nur ein paar Stunden auf Probe bei uns und Abends bringen wir sie wieder auf die Pflegestelle.
Unser Herz ist schwer und die Wohnung erscheint uns furchtbar leer, als wir wieder nach Hause kommen. Die uns zugestandene Bedenkzeit benötigen wir nicht mehr. Am nächsten Tag ist klar: Amy gehört von nun an zu unserem Leben. Trotzdem dauert es noch eine ganze Woche, bis wir sie endgültig zu uns nehmen können.
Plötzlich bekommen wir Panik, Hunderatgeber werden gekauft und mir fallen die Augen aus dem Kopf. Was es alles zu beachten gibt! Hektisch kaufen wir die Erstausstattung für unseren Hund. Ein Körbchen mit Kissen, Hundehalsband, mehrere Hundeleinen, Spielzeug, ein Napf für Trinken und Essen, selbstverständlich mit einem Gestell und noch viele weitere Sachen, die einem unverzichtbar erscheinen. Wir lassen ein kleines Vermögen in dem Tierladen unseres Vertrauens und ich wundere mich, wieviel Gedanken man sich heut zu Tage über die richtige Leine oder das Spielzeug macht. Früher warf man einen Tennisball und der Hund hechtete hinterher. Heute heißt es das ist Schädlich für die Zähne!
Regeln werden aufgestellt, die unter keinen Umständen gebrochen werden! Martin Rütter läuft bei uns hoch und runter und die Spannung steigt.
Und dann ist der Tag da an dem Amy endgültig in unser Leben tapst. Ich stelle der Pflegemutti ungefähr eine Million Fragen, bevor wir nach Hause fahren und dem Abenteuer Hund Tür und Herz öffnen.

Knapp zwei Jahre später bereue ich keinen Moment Amy ein zu Hause gegeben zu haben. Natürlich haben wir einige Regeln gebrochen und andere sind dazu gekommen. Einige Schuhe wurden zerkaut und manche Katzenmöbel mussten dran glauben. Aber jede Minute ist es wert! Nichts geht über den Moment wenn ich Nachmittags nach Hause komme und Amy schwanzwedelnd an der Tür bereit steht und mich begrüßt. Sie ist eine dankbare Seele und ich möchte unseren kleinen Wirbelwind nicht mehr missen!

Und unsere Katzen? Nach anfänglichem Gefauche herrscht jetzt eine gegenseitige Akzeptanz zwischen den dreien, es wird zusammen gespielt und ab und zu zusammen gekuschelt, allerdings nur wenn sie sich unbeobachtet glauben.

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Quelle des Bildes: Alexa Gr.