Fangirling – Was ist das?

DAS FANGIRL ist los! Aber was ist denn überhaupt ein Fangirl?

Ein Fangirl ist eine junge Frau Mitte bis Ende zwanzig oder Älter (schocking) und mutiert durch einen Virus, die so klangvolle Namen tragen wie Twilight, Supernatural, Vampire Diaries, Ian Somerhalder,  David Backham etc., zu kreischenden Erwachsenenteenagern, die die Timeline ihres Facebook- oder Twitterprofils mit Bildern, Videos und Informationen zu ihrem Objekt der Begierde vollspamen. Gibt es nicht? Oh Doch, natürlich gibt es das! Ich bin der lebende Beweis dafür! weiterlesen

Staten Strong – mehr als nur eine Wohltätigkeitsorganisation

Staten StrongJeder kennt wahrscheinlich die Berichte über Hurrikan Sandy, der letztes Jahr Ende Oktober auf den Bahamas, in Kuba und an der Ostküste der USA großen Schaden anrichtete. Wie die meisten verfolgte ich nur am Rande die Berichterstattung über den Hurrican. Ich schüttelte den Kopf über die Schneise der Zerstörung, die diese Naturgewalt zurückgelassen hatte und vergaß Sandy recht bald wieder. Es gab wichtigeres in meinem Leben. Amy steckte sich bei mir mit einem Virus an, bis dahin wusste ich gar nicht das Hunde sich vom Menschen anstecken können. Auf der Arbeit stand ein großes Event und mehrere andere Veranstaltungen an und der Alltag verschluckte mich gänzlich. Doch dann startete die Serie Sons of Anarchy im deutschen Fernsehen und bekanntermaßen verfiel ich dem Bikerepos mit Haut und Haaren. Ich begann zu recherchieren und folgte einigen Darstellern der Serie auf Twitter. Irgendwann scrollte ich mich durch die Fotos von Theo Rossi, er spielt Juan Carlos „Juice“ Ortiz in Sons of Anarchy und fand dabei Bilder, die zeigten wie verherrend Sandy gewütet hatte. Auf einigen tauchte das Logo von Staten Strong auf. Theo Rossi, Kim Coates und auch Ron Perlmann engagierten und engagieren sich sehr stark für diese Organisation, die den Hurrican Opfern auf Staten Island schnell und unbürokratisch hilft. Ich war sehr beeindruckt von der Hingabe und Einsatzbereitschaft, die vor allem Theo Rossi an den Tag legt und suchte mir Informationen im Netz zusammen. Mich interessierte der Grund warum er sich für die Organisation stark machte. Die Antwort auf meine Frage fand ich in Wikipedia (ein Lob auf das Internet). Der Schauspieler stammt aus Staten Island und jetzt konnte ich sein Engagement, seine offensichtliche Betroffenheit, verstehen und nachvollziehen.

Mich berührten die Bilder, die schonungslos zeigten was die Menschen auf Staten Island alles verloren haben und jetzt darum kämpfen ihr Heim und ihre Existenz erneut aufzubauen. Mein erster Impuls diesen Leuten dabei zu helfen und beizustehen, scheiterte letztlich am Wohnort. Schließlich ist Deutschland nicht eben um die Ecke von New York. Ich entdeckte auf der Internetseite von Staten Strong einen Shop, in dem Sweater, Caps und T-Shirts mit dem Logo der Organisation angeboten werden und deren Erlös an diejenigen fließt, die so dringend Hilfe benötigen. Fest entschlossen einen kleinen Beitrag zu leisten, fügte ich ein Cappy meinem Warenkorb hinzu, scheiterte aber daran, dass ich in Deutschland wohne und noch nicht dorthin geliefert wird. Ich schrieb Staten Strong via Twitter, dass ich gerne helfen würde, aber leider kein Versand nach Deutschland angeboten wird. Postwendet bekam ich Nachricht, dass daran gearbeitet wird und das der Versand auch bald nach Deutschland möglich sei. Staten Strong arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung des weltweiten Versandes und sowohl Staten Strong als auch Theo Rossi halten ihre Follower auf dem neuesten Stand.

Einige werden jetzt denken, die Organiation ist wieder so ein Projekt eines Hollywoodstars, der sich darüber protegieren will, ich sehe das anders. Es wurden keine professionellen Pressemitteilungen verfasst oder aufpolierte Fotos mit den Opfern geradezu insziniert. Hier wurde tatkräftig angepackt wo es nötig war! Über Twitter und Facebook werden regelmäßig Fotos und Berichte gepostet, wo geholfen wurde und über die Fortschritte des Wiederaufbaus berichtet. Natürlich wird die Popularität der einzelnen Helfer und Unterstützer genutzt, aber warum nicht? Es ist für einen guten Zweck und man ist mit Herzblut dabei! Das ist es was für mich zählt.

Jeder muss letztlich für sich selbst entscheiden, ob und welche Organisation unterstützt wird. Mein Herz schlägt für Staten Strong, die Hilfsbereitschaft und der Wille den Leuten vor Ort wirklich zu helfen, ohne sich selbst zu profilieren hat mich restlos überzeugt.

Für alle, die mehr über Staten Strong erfahren wollen, hier die Links zu den einzelnen Seiten der Organisation:

http://www.statenstrong.com/
https://twitter.com/StatenStrong
http://www.facebook.com/StatenStrongGala?fref=ts

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Quelle des Bildes: I don’t own this https://c676132.ssl.cf0.rackcdn.com/statenpic-509d804c48e36.jpg

Sons of Anarchy

sons-of-anarchyUnter allen Serien, die ich bisher gesehen habe und im Moment verfolge, ist diese mein absoluter Favorit! Ich habe selten solch eine logische und durchdachte Handlung erlebt wie bei Sons of Anarchy.

Alles dreht sich um den Motorradclub Sons of Anarchy, der im beschaulichen Städchen Charming Kalifornien für Recht und (Un)ordnung sorgt. Der Präsident des Clubs, Clarence Clay Morrow, führt das Chapter mit eiserner Hand und versteht es mit kleinen Intrigen, auch innerhalb des Clubs, an sein Ziel zu gelangen. Ihm zur Seite steht seine Old Lady Gemma Teller Morrow, die ihre Stellung als First Lady mit allen Mitteln verteidigt und vor nichts zurückschreckt, um den Club und ihre Familie zu beschützen. Ihr Sohn, Jackson Jax Teller, ist der Vizepräsident des MCs und steht für die nächste Generation des Clubs. Als er das Tagebuch seines, bei einem Motorradunfall verstorbenen, Vaters entdeckt, stellt er viele von Clays Entscheidungen in Frage und sucht seinen eigenen Weg in der Hierarchie des Motorradclubs. Dabei steht im Tara Knowles, Ärztin im städischen Krankenhaus und die Jugendliebe von Jax, zur Seite, die jedoch immer mehr aus seinem Schatten heraustritt und einen Machtkampf mit Gemma führt, den sie eigentlich nur verlieren kann.
Im Verlauf der Serie müssen sich die Mitlgieder des Clubs zwischen Clay und Jax entscheiden, was besonders dem Sgt. at Arms Alexander Tig Trager und dem Intelligence Officer Juan Carlos Juice Ortiz nicht immer leicht fällt, denn jahrelange Freundschaft wiegt nicht automatisch stärker als die Loyalität zu dem Club. Für die restlichen Mitglieder des harten Kerns wie Opie Winston, dessen Vater Piermont Piney Winston, Filip Chibs Telford und Robert Bobby Elvis Munson sind die Fronten klar und sie wissen auf welcher Seite sie stehen.
Der interne Konflikt erfordert einige blutige Opfer und als wäre das nicht genug, schnüffelt das ATF, eine Abteilung der Bundespolizei, in den illegalen Machenschaften der Sons of Anarchy herum. Die zuständige Agentin wirbelt nicht nur Staub sondern auch ordentlich Leichen auf. June Stahl sticht das Messer tief in die Mitte von SAMCRO, dreht und puhlt damit genüsslich in der Wunde herum, bis jede Menge verbrannter Erde zurückbleibt und mehr als nur ein wenig Schaden angerichtet wurde.
Nur gut, dass der Motorradclub den Sheriff von Charming, Chief Wayne Unser, auf ihrer Seite weiß und so mehr als einmal dem ATF ein Schnippchen schlagen kann.

Das alles hört sich nach einer typisch klischeehaften Verfilmung der Bikerszene an, aber dem ist nicht so. Kurt Sutter versteht es die einzelnen Charaktere perfekt zu skizzieren und ihnen die Freiheit zu geben sich selbst zu entfalten. Die Drehbücher sprühen vor Ironie und Wortwitz und nicht selten muss ich vorm TV laut loslachen, wenn Unser wieder einen trockenen Kommentar von sich gibt oder Gemma mit einem Skateboard zur Hochform aufläuft.
Die Serie gibt einem so viel mehr als diese Ausbrüche von Heiterkeit. Hier geht es neben dem Herumgeballere, heißen Öfen und scharfen Bräuten, Drogen und Prostitution, auch um die Funktionalität eines Motorradclubs.
Es darf an der bedingungslosen Loyalität und Freundschaft der Mitglieder ebenso teilgenommen werden, wie an der vermeindlichen Freiheit des Outlaw-Daseins. Man bekommt Einblick in die Freude, die Zweifel und auch das Leid, was dieses Leben mit sich bringt. Das Gefühl in diese Welt hineingezogen zu werden, mit den Charakteren mitzuleiden und sich zu freuen ist ein intensives Fernseherlebnis, das sich wirklich lohnt. Leidenschaftlich verflucht man die Agentin vom ATF mit einer Inbrunst, die sonst nur bei großen Sportveranstaltungen zu Tage tritt.

Ich werde oft darauf angesprochen, was mich als Frau an dieser Serie anspricht, schließlich ist sie sehr brutal und die Rolle der Frau ist klar definiert, nicht unbedingt das Heimchen am Herd, aber nur als aus dem Hintergrund agierende Kraft. Ich habe damit kein Problem und überlasse die Kritik daran den Feministinnen unter uns. Was mich an Sons of Anarchy anspricht, sind die Werte Freundschaft, Loyalität und Familie. Die Attribute sind in unserer schnellebigen Gesellschaft kaum noch zu finden und gelten leider immer weniger.
Die grandiose Umsetzung der einzelnen Episoden, die auffällige Liebe zum Detail im Clubhaus der Sons oder in den Häusern der einzelnen Mitglieder ist unglaublich.
Hinzu kommt der logische Aufbau jeder einzelnen Staffel, an deren Ende man an den Punkt kommt und denkt Okay, das alles musste passieren um jetzt genau an diesen Punkt zu gelangen! Dieser Moment der Erkenntnis kommt einer Offenbarung gleich.

Die Serie ist mitreißend, die Cliffhanger der einzelnen Staffeln rauben einem den Atem und jede weitere Folge garantiert absolutes Suchtpotential.

Definitiv nicht nur eine Serie für Motorradfans, sondern für jeden, der eine gute Story, sympathische Charaktere und unvorhersehbare Handlungen mag.

Die zweite Staffel von Sons of Anarchy läuft ab dem 19. März 2013, immer um 22:15 h auf Kabel 1.

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Quelle des Bildes: I don’t own this http://www.king3.de/pic/img/sons-of-anarchy-logo.jpg