Das Sommerhaus der „Stars“ 2020 – Das Haus der Schande hat ein Ende

Ich habe lange darüber nachgedacht einen Beitrag zum diesjährigen Sommerhaus der Stars zu schreiben, zu sehr wühlten mich die ausgestrahlten Folgen auf und hinterließen bei mir oft ein Gefühl der Fassungslosigkeit und ja, auch Zorn über das Verhalten einiger Paare im Haus gegenüber ihren Mitbewohnern auf Zeit. Warum jetzt doch? Weil mich das Thema seit Wochen beschäftigt und mich nicht mehr loslässt. Ich hoffe, nachdem ich meine Gedanken aufgeschrieben habe, komme ich endlich zur Ruhe. Für RTL ist dieses Jahr die Rechnung bezüglich der Einschaltquoten und der Publicity zum Sommerhaus der Stars voll aufgegangen. Auch schlechte Presse ist nun einmal Werbung, noch dazu kostenfrei, für das TV-Format.
Schon in Folge eins zeigt sich, dass dieses Jahr alles anders sein wird. Viel Alkohol und eine niedrige Hemmschwelle in jeder Hinsicht sorgen dafür, dass es unter den Bewohnern eskaliert. Spätestens jetzt wird dem TV-Zuschauer klar: Viel Gelächter und Spaß bekommt man in dieser Staffel nicht zu sehen.
Zumindest reagiert RTL nahezu sofort und disqualifiziert ein Paar von dem Spiel. Denn auch wenn man es nicht glauben mag, genau das ist „Das Sommerhaus der Stars“ eigentlich: Ein Spiel um 50.000,-€ die das Paar, das am besten zusammen harmoniert gewinnt. Zumindest war dies bisher der Fall.
Doch wie bereits erwähnt, 2020 hat sich wohl zur Aufgabe gemacht, dass alles anders läuft als bisher. So auch im Sommerhaus.
Nachdem Möchtegern-Star Georgina mit ihrem Partner Kübelej des Hauses verwiesen wurde, muss natürlich Ersatz her. Eva, ehemalige Teilnehmerin und Finalistin der Bachelor-Staffel XY (Sorry, diese Sendung verfolge ich nicht) mit ihrem Verlobten Chris, ziehen ein und das Drama nimmt seinen Lauf. Ein Geniestreich für RTL, dass Andrej Mangold mit seiner Jenni Lange schon im Haus sind. Denn was ich als Nicht-Bachelor-Verfolgerin erst durch das Sommerhaus erfahre, hat Andrej Eva zweimal beim Dream-Date flachgelegt, obwohl er da (laut seiner eigenen Aussage) schon wusste, dass er sich für seine Jenni entschied.
Dynamit mit einer sehr kurzen Lunte, die von RTL rekordverdächtig schnell gezündet wird.
Es kommt wie es kommen muss, wenn zwei ehemalige Rivalinnen um einen Mann aufeinandertreffen: Der Psychokrieg beginnt, in dem wirklich JEDER der teilnehmenden Promi-Paare Stellung bezieht oder Stellung beziehen muss. Weder Jenni Lange noch Andrej Mangold gehen mit der Situation erwachsen und professionell um. Es ist absolut verständlich, dass es auf solch einem engen Raum schwierig ist mit einer Frau, mit der man quasi vor laufenden Kameras intim war, konfrontiert zu werden, aber was Herr Mangold für eine manipulative Arbeit geleistet hat und nahezu ALLE gegen Eva und ihren Chris aufgewiegelt hat, das sucht definitiv seinesgleichen und ist an Boshaftigkeit nicht zu überbieten.
Es tut körperlich weh vorm TV mitansehen zu müssen, wie Eva systemathisch psychisch fertig gemacht wird und mit jeder Folge steigt auch bei mir das Agressionspotential. Nachdem mein Mann und ich die Folgen gesehen haben, muss ich mich erst einmal beruhigen und Abstand von dem gesehenen bekommen, so sehr nimmt mich die Ausstrahlung mit. Teilweise gucken wir die Folgen über Tage verteilt, weil wir es nicht ausshalten, das verbale Draufhauen auf Eva mitanzusehen.
Das Thema lässt mich auch nach den ausgestrahlten Folgen nicht los und ich beginne durch die sozialen Netzwerke zu surfen. Versuche die Menschen hinter den Tätern zu sehen. Was ich allerdings auf den vornehmlich in Instagram geposteten Storys präsentiert bekomme, schockt mich, denn von Reue keine Spur. Andrej Mangold und Jenni Lange ziehen sich kurzerhand aus allen Social Media Kanälen zurück als die Shitstorm-Welle sie knallhart überrollt. Mich wundert es nicht, dass ihnen heftiger Gegenwind entgegen weht, was mich jedoch umso mehr erschreckt, sind die heftigen Kommentare, die unter den Artikeln zum Sommerhaus stehen. „Die sollen Verrecken“ „was ein dreistes Pack“ usw. Ich verstehe die Wut, die sich unter den Usern und Fans des Sommerhauses breit macht, jedoch verstehe ich nicht, wie man derart entgleisen kann. Solche Äußerungen sind auch Mobbing und die Menschen, die solche Äußerungen tätigen, sind nicht besser als Andrej Mangold und Jenni Lange. Da die beiden eisern schweigen, suche ich weiter und lande auf den Profilen der anderen Teilnehmer des Sommerhauses. Lisha und Lou, Annemarie Eilfeld und ihr Tim Sandt, Andreas und Caro Robens sind sehr mitteilsam und nachdem ich die Profile einige Tage beobachtet habe kristallisiert sich schnell heraus, dass die Paare sich untereinander austauschen und versuchen eine gemeinsame Strategie zur Schadensbgegrenzung auszuarbeiten. Ob Andrej im stillen hier berät, bleibt nur zu spekulieren. Der Tenor ihrer „Verteidigung“ zum Verhalten im Haus ist klar: Der Cutter von RTL hat für seine Meisterleistung einen Oscar verdient (O-Ton Lisha, die mit ihrem Lou über eine halbe Stunde sich in einem You-Tube Video darüber auslässt, was RTL alles rausgeschnitten haben soll), das alles sei kein Mobbing gewesen, sie käme aus Berlin-Kreutzberg und so etwas als Mobbing zu bezeichnen wäre lächerlich. WHAT???
Jemanden als „Stück Dreck“, „Fo**e“, Nu**e“, um nur die harmloseren Worte zu benennen, zu bezeichnen, eine Person absichtlich auszugrenzen, Äußerungen wie „Sie ist Dreck unter meinen Füßen!“ Spielregeln zu dehnen bis zur Unfairniss, Leute aufzuwiegeln und zu manipulieren, DAS IST MOBBING.

Definition von Mobbing: „Mobbing oder Mobben als soziologischer Begriff beschreibt das wiederholte und regelmäßige, vorwiegend seelische Schikanieren, Quälen und Verletzen[1] eines einzelnen Menschen durch eine beliebige Art von Gruppe oder Einzelperson. Mobbing kann z. B. erfolgen in der Familie, in einer Peergroup, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen, in Wohneinrichtungen (Heimen) oder Gefängnissen,[2] in Wohnumfeldern (Nachbarschaften) oder im Internet (Cyber-Mobbing). Zu typischen Mobbinghandlungen gehören Demütigungen, Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen, Zuweisung sinnloser Aufgaben, Gewaltandrohung, soziale Exklusion oder eine fortgesetzte, unangemessene Kritik an einer natürlichen Person oder ihrem Tun.[3] „(Qelle WIkipedia)

Das was man in Wikipedia so nüchtern nachlesen kann, war im Sommerhaus gegenüber Eva und ihrem Verlobten Chris an der Tagesordnung und als Zuschauer bekam man leider eine Lehrstunde, wie Mobbing in höchster Form vor laufenden Kameras betrieben wurde.
Die Erklärungsversuche nach der Ausstrahlung jeder Folge wurden immer abstruser. Es drängte sich der Eindruck auf, dass die Täter (ich nutze dieses Wort mit voller Absicht) sich keiner Schuld bewusst werden WOLLTEN oder vielleicht auch konnten. Es wurde behauptet, Eva habe soooo viele Chancen bekommen sich gut mit jedem zu stellen, im nächsten Satz jedoch kam dann gleich der Widerspruch (insbesondere von Lisha) „Ich konnte sie bei Promi-BB schon nicht sehen und beim Bachelor auch schon nicht leiden“. Wie sollte Eva eine solch vorgefasste Meinung, die sich durch die Manipulation von Andrej verfestigte, sprengen können? Welche Chance wurde ihr überhaupt eingeräumt?
Letztlich, als alle Erklärungsversuche nichts nutzten, klar war, dass alle Sympathien der Öffentlichkeit auf Evas Seite lagen, wurde sich wieder auf den meisterhaften Schnitt des Cutters der Sendung verlegt. Kommentarfunktionen wurden eingeschränkt, Kritische Kommentare gelöscht oder ignoriert. Es fehlte nur noch die Behauptung, die Sendung wäre neu synchronisiert worden. Letztlich haben alle Täter der Gruppe, die es angeblich niemals gegeben hat, die Äußerungen getätigt, die auch von RTL gezeigt wurden.
Einsicht? FEHLANZEIGE! Eine Entschuldigung gegenüber Eva und Chris, die meiner Meinung nach angebracht gewesen wäre und Respekt und Achtung gefunden hätte, darauf wartete man als Zuschauer und Verfolger der Social-Media Kanäle vergeblich. Statt dessen ging das Mobben weiter. Es wurden angebliche Lügen von Eva aufgedeckt, man versuchte sie im Nachhinein als unglaubwürdig darzustellen, vergeblich, da es nachweisbar Lügen der Täter waren. Als diese Taktik nicht funktionierte, tat man es zeitweise Andrej und Jenni gleich und sprach gar nicht mehr über das Sommerhaus, wie ein bockiges Kind, dass seinen Willen nicht bekommt. Kritik absolut unerwünscht.
Ganz schlimm finde ich, dass Lisha, Lou, Annemarie und Tim, Caro und Andreas, Andrej und Jenni, sich gar nicht bewusst sind, dass sie mit ihrem Verhalten suggerieren, dass solch eine Dynamik wie im Haus erkennbar war, vollkommen okay ist und man in einer Gruppe auf eine Person losgehen kann. Sie sind Vorbilder für ihre teils sehr jungen Follower und sich ihrer Vorbildfunktion absolut nicht bewusst.
Die Gedanken, die mir bei den Folgen des Sommerhauses durch den Kopf schossen waren unangenehm und beängstigten mich. Äußerungen wie „Wenn eine Gruppe (die es nicht gibt) von 10 Leuten behauptet, dass sie (Eva) falsch und hinterhältig ist, dann ist sie es auch“ (Leisha) oder „Die Leute in Deutschland hassen dich!“ (Leisha) oder mein Favorit „die hat nur 50.000 Follower auf Instagram, obwohl das hier ihr 3. Format ist, das würde MIR zu denken geben“ (Andrej zu Leisha) Mich erinnerte die Gruppe im Sommerhaus in diesem Jahr an den Film „Die Welle“ und auch an den Film „Das Experiment“ und ich fand es erschreckend, dass nur zwei Paare (Diana und Michael, Iris und Peter) hinterfragten und beobachteten, bevor sie sich schützend vor und hinter Eva und Chris stellten. Diese beiden Paare haben meiner Meinung nach alles richtig gemacht im diesjährigen Sommerhaus und ich bereue wirklich, dass Diana und Michael nicht den Sieg für sich einheimsen konnten, auch wenn ich der Meinung bin, dass in diesem Jahr kein Paar sich mit dem Titel „Promipaar 2020“ schmücken dürfte, außer Eva und Chris. Die beiden haben gezeigt, was es heißt als Paar zu funktionieren und hintereinander sowie nebeneinander zu stehen. Solch eine belastende Situation zu durchleben und trotz dem Druck der ausgeübt wird, das alles durchzustehen, gemeinsam, wirklich Respekt. Vor allem Chris hat mich mit seiner Art zu 100 % eingenommen und man merkte, wie sehr er Evas Fels in der Brandung war und ist. Ich kannte Eva vorm Sommerhaus nicht, aber sie hat mich mit ihrem Verhalten sowohl im Social Media, als auch beim großen Wiedersehen der Sommerhausstars, mit ihrem Auftreten, das zu jeder Zeit souverän war, überzeugt.
Auch Iris und ihr Peter haben gezeigt, dass nur weil 12 Personen das gleiche sagen, dem nicht zu glauben ist. Auf sehr sympathische und typisch pfälzische Art und Weise, haben sie sich in ihrer viel zu kurzen Zeit im Sommerhaus, sehr sehr gut präsentiert.

Das große Wiedersehen wurde extrem im Social Media gehyped und auch RTL meldete sich zu Wort. Vor allem wegen zum Schluss rapide sinkender Zuschauerquoten, wurde von Seiten des Senders klar gestellt, dass sie nicht einmal die schlimmsten Szenen gezeigt hätten. Im Angesicht der heftigen Vorkommnisse im Haus kaum vorstellbar, wie schlimm die Zeit im Haus tatsächlich gewesen sein muss. RTL verurteilte im Nachhinein den Umgang unter den Promi-Paaren, nahm sich teilweise jedoch aus der Verantwortung, da sie die Gruppendynamik im vorhinein nicht einschätzen konnten, versprachen jedoch, im nächsten Sommerhaus, es wird ein weiteres geben, mehr auf die Zusammenstellung der Paarkonstellationen zu achten. Es wäre auch im Sinne des Senders, solch heftige Auseinandersetzungen nicht mehr in den Fokus zu rücken. Hier drängt sich mir die Frage auf, warum RTL nicht mitten in der Produktion eingeriffen hat, als klar war in welche Richtung sich das Ganze entwickeln würde. Natürlich kann behauptet werden, man hätte auf eine Art eingegriffen. Besonders die Entscheidung bei dem Spiel „reinen Wein einschenken“, dass Eva ein Paar direkt rauswählen durfte, war meiner Meinung nach ein Eingriff des Senders in das Spiel und eine Reaktion auf Andrejs Verhalten im Haus. Auch wenn Leisha nicht gecheckt hat, warum Eva Andrej und Jenny rauswählte. Denn Leishas Meinung war doch sie diejenige, die Eva am meisten „beschimpft“ hatte. Traurig, dass sie es im Wiedersehen auch noch zugibt ohne zu verstehen was sie damit von sich gibt.
Eva wählte Andrej und Jenni raus, weil ihr bewusst war, dass wenn die beiden gehen, die Gruppe ihren Rädelsführer verlieren würde und endlich ein wenig Normalität ins Haus einziehen könnte.
Dann endlich nach dem spannenden Finale, kam das Wiedersehen. Im Vorfeld wurde vor allem von dem selbst ernannten „Showgirl“ Annemarie Eilfeld, die sich selbst als DIE Kontaktadresse hält wenn man im Business Fuß fassen will, schon über den Schnitt gewettert und wieder einmal vorgebaut über etwaige falsche Darstellungen.
Die Wiedersehensshow knüpfte nahtlos da an, wo das Sommerhaus aufhörte. Viel Geschrei, alle auf Eva und sehr sehr wenig Selbstreflektion der Täter.

Ein Arrogant wirkender Andrej Mangold, der wie versteinert seine über sich und ihrem Elend weinende Jenni im Arm hielt, während sie selbst vollkommen fassungslos darüber sinnierte, wie Menschen ihr soviel „Hate“ entgegenbringen können und egal was sie mache, es wäre falsch. Willkommen im Mittelpunkt des Mobbings Frau Lange. „Für sie war die Situation im Haus von Anfang an emotional, sie habe sich unwohl gefühlt von Tag 1 an und es wäre im Nachhinein besser gewesen, das Format zu einem früheren Zeitpunkt freiwillig zu verlassen“ betet sie die eindeutig von ihrem Management gescripteten Wörter hinunter. Von Einsicht keine Spur und auf eine Entschuldigung gegenüber Eva wartet man vergeblich. Ihr Freund Andrej vermasselt Jenni die eingefädelte Sauberfraukampagne, indem er meint „Es geht doch letztlich nur um Quote und die haben wir doch gebracht“ Wie arrogant und selbstverliebt kann man denn bitte sein? Andrej Mangold hat definitiv die Bodenhaftung in seinem Leben verloren. Er rechtfertigt sein Manipulatives Verhalten und das Mobbing was daraus resultierte mit der QUOTE? Das kollektive Luftholen der Mitstreiter ist durchs TV wahr zu nehmen und jeder der Anwesenden weiß, jetzt sollte Mangold besser gar nichts mehr von sich geben, was er dann auch tut, mit versteinerter und arroganter Miene lässt er das Wiedersehen über sich ergehen. Er denkt wahrscheinlich an die Followerzahlen und das Geld, was bei ihm nach der Show auf seinem Bankkonto landen wird.
Auch Annemarie Eilfeld, die sich wie schon oben geschrieben als die weibliche Dieter Bohlen des Musikbusiness hält, bekleckert sich nicht mit Ruhm, versucht der Moderatorin mehrmals das Wort zu entreißen und ihre Sicht der Dinge dar zu legen, doch RTL dreht das Mikro ab, was ein Glück, denn außer Frau Eilfeld selbst, mag es niemand hören. Leisha und Lou bekommen recht viel Screen-Time eingeräumt, auch sie leiern einen Text herunter, der definitiv vom Management entworfen wurde und Leisha bekennt ein „Aggressionsproblem“ zu haben, ach nee, darauf wäre ich niemals gekommen. Sie selbst sei ab Folge Fünf entsetzt über ihr Auftreten im Fernsehen gewesen und sie sei jetzt in Therapie. Aha, Applaus und Glückwunsch für die Schauspielerische Leistung und den wirksam hervorgepressten Tränen, die dekorativ in den falschen Wimpern hängen. Seltsam das noch ein Video ab Folge Sechs auf You Tube veröffentlicht wurde, wo lang und breit das Verhalten von ihr erklärt wurde, natürlich im Kontext, das Eva Schuld an allem war und sie sich keiner Schuld bewusst war etwas falsch gemacht zu haben.
Interessant fand ich allerdings, dass sie sich klar dazu äußerte, Andrej hätte sehr wohl die Paare im Haus manipuliert. Schon am Tag der Ausstrahlung des Wiedersehens wurde eine Story in Leisha und Lous Instagram Profil hochgeladen, indem Leisha eine klare Aussage zu ihren Mitstreitern tätigte. Sie wäre einigen „Entfolgt“ da sie sich sehr für sie eingesetzt hätte und immer hinter ihnen gestanden hätte. Aber da dafür kein „Dank“ und nicht mal die Nachfrage kam wie es denn ihnen (Leisha und Lou) ginge, sehe sie keine Zukunft im gegenseitigen Folgen.
Auch Caro und Andreas, die diesjährigen Gewinner des Sommerhauses, geben ein Statement zu ihrem Verhalten, auf ihre ganz eigene Art ab und sagen immerhin, dass das was da im Haus gelaufen sei, war nicht in Ordnung.
Aber wirklich NIEMAND entschuldigt sich bei Eva und Chris direkt. Was ich persönlich ganz, ganz furchtbar finde. Unfassbarerweise platzt ausgerechnet Diana, unsere esotherisch angehauchte Hippieblondine, der Kragen und versucht zumindest ein klein wenig Betroffenheit und Selbsterkenntnis bei den Mangolds und Ghetto-Leisha zu wecken. Ohne Erfolg. Auch Iris und Peter schalten sich bei Lous Versuch sich zu äußern ein und bringen den Berliner derart aus dem Konzept, dass er lieber den Mund hält. Nicht auszudenken wenn das vom Management eingefädelte Statement deportiert würde.
Die Pharos äußern sich nur aus dem Off, aber auch ihnen wird, was ein Glück, das Mikro leise gestellt, weil auch hier nur unterirdisches und unsachliches aus den Mündern hervorkriecht.
Einzig Henning und Denise, die beiden, die sich aus dem Staub machten, als sie bemerkten wie sich die Dynamik im Haus zum negativen änderte, sagen kein einziges Wort, halten sich bedeckt und sehen sich das ganze Spektakel aus der letzten Reihe an. Die beiden sind mir super sympathisch. Ihre Art und Weise, wie sie sich auf Instagram präsentieren, legt nahe, dass sie gewusst haben müssen, irgendwann für eine Seite Stellung zu beziehen. Das hätte bedeutet entweder in der Tätergruppe mitzumischen oder aber selbst zum Opfer zu werden. Die beiden haben sich bewusst gegen beide Seiten entschieden, beschlossen SICH SELBST treu zu bleiben und dem Sommerhaus den Rücken gekehrt. Die beiden haben alles richtig gemacht.

Die Abschlussworte der Wiedersehenssendung waren Eva vorbehalten. „Ich kann nicht glauben wie wenig Selbstreflektion hier stattfindet. Das Verhalten von euch im Sommerhaus war nicht okay. Mobbing ist nicht okay. Dennoch spiegelt das Geschehene im Sommerhaus unsere Gesellschaft wieder“ Ganz starke Worte, von einer jungen Frau die durch die Hölle gegangen ist und durch ihr souveränes Verhalten alles Gewonnen und nichts verloren hat!
Im Gegensatz zu Andrej und Jenni. Die beiden haben nicht nur Werbedeals und somit wichtige Einnahmen verloren. Nein, auch ihr Image hat schwer gelitten. Da hilft auch nicht die Pseudo-Entschuldigung und die Erklärungsversuche von Jenni Lange auf ihrem Instagram Profil. Nichts desto Trotz bin ich der Meinung, dass die beiden wieder auf die Beine kommen werden. So ist das leider im Geschäft um Follower und harten Dollars.

Mein Fazit zum Sommerhaus 2020: Nie, wirklich noch nie habe ich so wenig bei diesem Format gelacht wie in dieser Staffel. Ich war enttäuscht, am Boden zerstört und mitgenommen von den Ereignissen im Haus. Nichts desto trotz habe ich mir jede Folge angeguckt, in der Hoffnung die Situation würde sich endlich bessern. Ich wurde eines besseren gelehrt. Diese Staffel ist ein dunkler Fleck in der Geschichte des Sommerhauses und hat dem Format mehr geschadet, als das sie genutzt hat. Natürlich werde ich auch im nächsten Jahr wieder einschalten, sollte sich dieses Niveau jedoch erneut abzeichnen und fortsetzen, werde ich davon absehen weiter zu schauen. Denn ich möchte im TV unterhalten werden, lachen, amüsiert den Kopf schütteln und nicht entnervt und mit angegriffenen Nerven auf der Couch hocken. Wenn ich das möchte, gucke ich mir einen Psychothriller an und nicht das Sommerhaus!

In diesem Sinne

Eure Alexa

 

 

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