Der Tod von Chester Bennington

Der_Tod_von_Chester_BenningtonZugegeben, der Tod von Chester Bennington, Frontmann der Band Linkin Park, ist schon etwas her. Doch heute, als ich auf dem Weg zur Arbeit war und ich „Numb Encore“ von Linkin Park hörte, traf mich die Erkenntnis wie ein Blitz, nie wieder ein neues Lied mit der Stimme von Chester Bennington zu hören. Ich denke mir oft, wie es ist mit solch einem Talent gesegnet zu sein. Solch eine gewaltige Stimme in sich zu tragen, mit der man seine Gedanken und Anliegen in die Welt tragen kann und im besten Fall sogar Gehör findet.

Mit „Numb Encore“ von Linkin Park verbinde ich sehr viele Erinnerungen und Emotionen. Im Jahr 2005 fuhren mein damaliger Freund und jetzt Mann zum ersten Mal nach Italien, mit dem Bus, 23 Stunden. Damals passte noch nicht soviel Musik auf einen MP3 Player wie heute und so hatte ich ständig Numb Encore auf dem Ohr. Ich werde nie vergessen, als wir immer weiter in den Süden hineinn fuhren und die Sonne hell auf die so typisch mit Keramikschindeln gedeckten Dächer schien, die Landschaft sich von kräftigen grün und dicht besiedelten Gebieten in die satten braun und beige Töne einer ausgedörrten Ebene verwandelte.
Es folgten unvergessliche drei Wochen Urlaub, die ich immer mit diesem Lied in Verbindung bringe. Die Gastreundlichkeit der Familie und die Bereitschaft mich in ihre Mitte aufzunehmen, auch wenn ich immer die „tedesca“ geblieben bin, waren für mich in diesem Sommer 2005 unvergesslich!

Im Jahr 2006 begleitete mich dieses Lied durch eine Reihe von Emotionen. Immer in Erinnerung wird mir die Eröffnungsszene von „Miami Vice“ mit Jamie Fox und Colin Farell bleiben. Die Szene spielt in einem Club in Miami und die Bässe von Numb Encore kamen im Kinosaal durch die Soundanlage extrem gut rüber. Das war das einzig positive an dem Film, der so gar nichts mit der Serie gemeinsam hatte.
Einige Monate später, nach dem Kinobesuch, starb mein Vater und auch damit bringe ich dieses Lied noch immer in Verbindung.

Nun starb Chester Bennington am 20. Juli diesen Jahres und ich frage mich ob er zu Lebzeiten gewusst hat, wie viel er uns „Fans“ mit seiner Stimme und der Musik von Linkin Park gegeben hat.
Vielleicht war aber auch das genau dass Problem. Vielleicht hat er zu viel gegeben, sich verausgabt und vollkommen bloßgelegt mit seiner Musik, die Emotionen die er damit der Welt offenbarte, denn Musik besteht aus Gefühlen, sonst ist es keine Musik.

Ich werde das Krankheitsbild der Depression niemals nachvollziehen oder gar verstehen können. Es geht im Leben immer weiter, irgendwie und mir tut es in der Seele weh, dass gerade so ein Talentierter Mann sich die Chance genommen hat zu sehen was das Leben für ihn noch bereit hält.

Mach es gut Chester und Danke für die Wahnsinns Lieder die dich unsterblich machen!

Alexa

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