Jahresrückblick 2020

Silvester, Zeit das alte Jahr zu verabschieden, Revue passieren zu lassen und das neue Jahr willkommen zu heißen.Unbestritten ist niemand unglücklich, dass das Jahr 2020 sich dem Ende zuneigt. In weniger als zwölf Stunden heißt es „Goodbye 2020 and Hello 2021!“ Zeit dem Jahr 2020 Respekt zu zollen und nochmal die größten Momente festzuhalten, die dieses besondere Jahr hervorgebracht hat.

Nicht alles war in diesem Jahr schlecht. Zum Beispiel bekamen wir im Februar 2020 die Zusage für unseren Schrebergarten, der noch keine zwei Kilometer von unserem Zuhause im Kleingartenverein liegt. Die von uns gepachtete Parzelle war recht verwildert und wir haben sehr viel und hart daran gearbeitet, den Garten wieder „schön“ zu machen. Der Lockdown und das anhaltend schöne Wetter sorgte dafür, das wir in dieser einen Gartensaison schon wahnsinnig viel geschafft haben. Natürlich haben wir noch einiges an Arbeit vor uns, so soll das ja schließlich sein. Ich habe die Gartenarbeit für mich entdeckt und finde es äußerst entspannend Hecken zu schneiden. Dieses kleine Fleckchen Erde bedeutet uns als Familie jetzt schon sehr viel und wir freuen uns auf viele Stunden, die wir hier verbringen können.

Das nächste schöne Ereignis war im Juni unser Ausflug zu den Wassergärten in Landsweiler-Reden. Wir hatten so viel Spaß, auch wenn der Betrieb auf der nahegelegenen Alm durch Corona eingeschränkt war, haben wir dort die Möglichkeit gefunden kurz zu verweilen und einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen. Der Aufstieg auf die Alm war für uns alle, inklusive unserer Amy sehr anstrengend, aber die Aussicht und die Idylle oben auf dem Berg war und ist traumhaft.

Da wir in diesem Jahr notgedrungen unseren Urlaub zu Hause verbrachten, denn im Gegensatz zu manch anderen nahmen wir „wir bleiben zu Hause“ sehr ernst und fuhren nicht im Urlaub zur Familie nach Italien, was uns sehr sehr schwer gefallen ist. So standen einige Tagesausflüge auf dem Programm. Auch zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife, für mich neben Amantea und London eine der schönsten Orte der Welt. Ich habe hier familiäre Wurzeln und für mich ist ein Besuch an der Saarschleife immer wie nach Hause kommen.

Im August diesen Jahres fand ein kleines Katzenmädchen, dass wir Cookie getauft haben, bei uns ein neues Zuhause. Eigentlich wollte ich keine Katze mehr haben, seit vor einigen Jahren meine Pünktchen über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Zu weh tat mir der Verlust dieser wunderschönen und außergewöhnlichen Katze. Und dann, wie das Schicksal so wollte, kamen Cookie und wir zusammen. Ich hatte am Anfang große Schwierigkeiten und war nahe dran die kleine Samtpfote wieder an die Dame zurück zu geben wo wir sie her haben, da Cookie sich so gar nicht an Amy, unseren Hund, gewöhnen wollte. Amy war so wunderbar, freute sich über die kleine Katzengesellschaft und liebte Cookie vom ersten Augenblick. Nach drei Wochen endlich kam der Durchbruch und auch die freche Samtpfote akzeptierte Amy endlich und das Gefauche hatte ein Ende. Heute sind die zwei ein Herz und eine Seele und liegen sogar häufig zusammen. Mit meinen beiden früheren Katzen war das Verhältnis mit Amy nie so innig gewesen, deshalb erfreuen wir uns daran umso mehr.

Das letzte Quartal stand ganz im Zeichen der Familie. Wir waren Pilze suchen, ließen Drachen steigen, machten lange Spaziergänge durch den Wald. feierten Halloween in diesem Jahr etwas anders als sonst, jedoch nicht minder schön. Wir bastelten und bemalten Butterbrottüten und füllten diese mit Süßigkeiten, stellten diese vor die Tür, höhlten wie jedes Jahr einen Kürbis aus und gingen am Abend des 31. Oktober als kleine Familie durch die Nachbarschaft. Viele hatten Süßigkeitenpäckchen oder -Tütchen gebastelt und diese sehr fantasievoll vor den Häusern drapiert, so dass die Kinder trotzdem „süßes oder saures“ an Halloween erleben konnten. Auch St. Martin feierten wir, wenn auch ein wenig anders als sonst. Wir spazierten alleine durch die Straßen und sangen „St. Martin“, „Ich geh mit meiner Laterne“ usw. für uns, standen an unserem im Garten entfachten Lagerfeuer und aßen unsere Martinsbrezel, tranken warmen Kakao im Nieselregen. Hier spürte man dann doch deutlich, dass die Regeln und Beschränkungen an den Kindern nicht spurlos vorrüber gehen.

Mitte November bekamen wir die nicht sehr erfreuliche Nachricht, dass das Auto meines Mannes endgültig des Todes ist, ein nicht mehr zu reparierender Motorschaden stürzte uns zunächst in tiefe Ratlosigkeit und Verzweiflung. Denn einfach mal so, ohne vorherige Recherche usw. ein Auto zu kaufen ist schon eine Hausnummer. Letztlich haben wir uns für einen Ford-Focus Kombi entschieden, ein Schnapper wenn ich so sagen darf, der uns Anfang Dezember übergeben wurde.

Die Weihnachtszeit machte uns als Familie sehr deutlich wie Corona unser Leben beeinflusst und mir persönlich machten diese Beschränkungen in der Adventszeit sehr zu schaffen. Kein Weihnachtsmarkt, kein fliegender Weihnachtsmann, kein Weihnachtsbummel mit Kinderpunch in der Sadt, das fehlte mir alles schon sehr und ich hoffe sehr, dass im neuen Jahr das alles wieder möglich sein wird.

Mein Soundtrack of the Year war defintiv „Blinding lights“ von The Weekend.

Kein Lied verbinde ich mehr mit dem Lockdown im März als Blinding Lights.
Ein weiteres Lied, dass ich mit dem Jahr 2020 immer wieder in Verbindung bringen werde ist von Mark Forster „heute, morgen übermorgen“ Der 80er Sound hat mich voll ins Herz getroffen, bin ich doch der Meinung, dass dieses Musikjahrzehnt die besten Songs allerzeiten hervorgebracht hat.

Mein Buchhighlight war „Weisser Tod“ von Robert Galbraith aus der Cormoran Strike Reihe. Ich habe ewig warten müssen, bis das Buch im September als Taschenbuch erschien und mich riesig gefreut als es endlich soweit war. Das zweite Leseerlebnis in diesem Jahr, war die Erscheinung „Bis(s) zur Mitternachtssonne von Stephenie Meyer. Quasi das erste Buch der Saga aus Sicht von Edward geschrieben. Dieses Buch hat so viele Fragen beantwortet und das Verständnis für Edwards manches Mal doch sehr überzogene Handlungsweisen aufleben lassen. Einzig die Tatsache, dass mehrere Übersetzer an dem Werk beteiligt waren, trübte mein Leseerlebnis etwas, da die Qualität der Übersetzung hin und wieder sehr zu wünschen übrig ließ.

Mein absolutes Serienerlebnis dieses Jahr war definitiv „Cobra Kai“. Ich war in meiner Kindheit glühende Anhängerin der Kung-Fu, Kickbox- und Karatefilme und kenne glaube ich 90 % der Filme die damals gedreht wurden. Karate Kid fand ich immer schon wahnsinnig toll und wann immer die Filme im TV liefen habe ich sie mir angeschaut. Mein Mann hat „Cobra Kai“ aufgestöbert und war so begeistert, dass wir sie uns gemeinsam nochmal angeguckt haben und bääääääm, ich war sofort dabei. Diese Serie transportiert das Gefühl der 80er so sehr in die heutige Zeit, verknüpft die moderne mit den guten alten Zeiten so gut, dass die Folgen zu schauen ein wahres Vergnügen ist. Was mir vor allem gut gefällt, dass man den Film, an den die Serie aufbaut, nicht neu erfunden hat, sondern auf altbewährtes setzt. Das macht meiner Meinung nach den Erfolg von Cobra Kai aus. Am 1. Januar 2021 startet die 3. Staffel auf Netflix und ich freue mich riesig darauf, denn der Cliff der 2. Staffel war schon fies.

Mein Filmerlebnis wäre eigentlich der letzte James Bond mit Daniel Craig gewesen, der leider nicht angelaufen ist wegen der Corona Pandemie.

Wie sah es mit meinen Zielen für dieses Jahr aus? Ich hatte mir vorgenommen mein Gewicht zu reduzieren. Das ist mir gelungen, wenn auch nicht ganz so wie ich es mir gewünscht habe. Zwischenzeitlich hatte ich mein Jahresendziel erreicht, doch die Weihnachtszeit, meine abhanden gekommene Disziplin und der zweite Lockdown haben mich das Ziel nicht ganz erreichen lassen. Nichts desto trotz habe ich ein fettes Minus beim Gewichtsverlust zu verzeichnen, was mich sehr stolz macht.
Mein Buch habe ich ebenfalls geschrieben, es liegt noch viel Arbeit vor mir und die Überarbeitung ist im Gange, auch wenn ich im Augenblick nicht so viel Zeit für dieses Projekt aufbringen kann wie ich gerne möchte. Dennoch hat es einen Titel, die Kapitel sind geschrieben und das Ende ist ebenso klar. Eine Fortsetzung ist auch schon geplant. Jedoch muss ich alle Kapitel überarbeiten und all die kleinen Schritte erledigen die nun mal nötig sind, um ein Manuskript bei einem Verlag einreichen zu können. Denn das werde ich mit meiner Geschichte, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, tun.
Die Spar-Challange habe ich in diesem Jahr besser gemeistert als im Jahr zuvor, jedoch bin ich mit dem Spar-Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Aber ich gebe nicht auf und hoffe im Jahr 2021 wird es endlich klappen.

Das Fazit vom Jahr 2020 fällt bei mir überwiegend positiv aus. Warum? Ja die Corona-Pandemie ist schlimm und kein Mensch braucht dieses Virus. Dennoch hat sie uns bzw. mich gezwungen mein Leben zu entschleunigen und sich darauf zu besinnen was wirklich im Leben wichtig ist. Und ich hatte die Entschleunigung bitter nötig! Ich habe durch die Pandemie Menschen „verloren“ von denen ich dachte, dass ich sie immer in meinem Leben haben werde. Doch letztlich hat mir Corona gezeigt, wer tatsächlich an einer Freundschaft und meinem Leben interessiert ist, sprich wem ich wichtig bin und wem halt nicht. Ich habe mich von so einigem Ballast in diesem Jahr befreit und für die Chance dafür bin ich dankbar.
Letztlich hat Corona uns als Familie zusammengeschweißt und uns viele schöne Momente beschert, die so niemals unter normalen Bedingungen möglich gewesen wären.

Nun bleibt mir nichts anderes mehr zu schreiben, als euch einen guten Start in das Jahr 2021 zu wünschen, kommt gut rüber und bleibt gesund. Wir lesen uns dann 2021 wieder 🙂

Eure Alexa

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