Mein Herz weint um die Notre-Dame

Es ist ein Tag vergangen, seit die Schreckensnachricht über den verheerenden Brand in der Kathedrale von Notre-Dame über die Social Media Kanäle rauschte. Und auch heute spüre ich ein Entsetzen und Bedauern über den Verlust dieses wunderbaren, so nie da gewesenen BauwerkesIch saß gestern Abend wie gelähmt vor unserem Fernseher und konnte die Bilder, die über den Bildschirm flimmerten einfach nicht fassen. Es war grauenvoll mit an zu sehen, wie das historische Bauwerk der Notre-Dame von den Flammen regelrecht verzehrt wurde und wie die Feuerwehrleute darum kämpften dieses Wahrzeichen weitest gehend zu erhalten. Wie die Löwen müssen die Einsatzkräfte gekämpft haben wenigstens die Türme zu schützen und die Grundstruktur der Kathedrale zu erhalten.
Ich bekam am ganzen Körper Gänsehaut und hätte am liebsten Geweint. „Für immer verloren“ ging es mir durch den Kopf. Dieses wunderschöne, prächtige Bauwerk, die Historie, Geschichte und Atmosphäre, alles weg im Bruchteil eines Augenblickes. Der Verlust der Geschichte, die hinter Notre-Dame steht ist für mich am schwersten zu verkraften. Ich habe eine Schwäche für Kulturträchtige Bauwerke, liebe alte Häuser, in die man hinein geht und förmlich die Geister der Vergangenheit spüren kann. Für mich ist Notre-Dame genau das: Hier kann, oder vielmehr konnte, man Geschichte spüren, anfassen erleben. 800 Jahre stand die Notre-Dame als Herz von Paris auf ihrer Insel, bot Zuflucht und Hoffnung allen Bürgern dieser wunderbaren Stadt und nun liegt dieses Wunder der Architektur in ihrer Ursprünglichkeit am Boden, versunken in schwarzem Schutt und grauer Asche. Mir ist, als wäre eine ganze Epoche, vor unser aller Augen, in der Feuerglut des gestrigen Abends versunken.
Eine Reporterin vor Ort berichtete für den Fernsehsender N-TV live vom Balkon ihrer Wohnung und ich hätte sie am liebsten in den Arm genommen und getröstet, so fassungslos und traurig, ja gebrochen, hörte sich die Dame an, als sie versuchte ihren Job zu machen und berichtete was sich gerade vor Ort Live vor ihren Augen abspielte. Immer wieder sagte sie „Das Herz von Paris ist zerschmettert, das Herz von Paris ist getroffen“ Und genau so ist es! Die Notre-Dame ist das Zentrum von Paris, das Herz wenn man so will.
Ich werde niemals vergessen, als mein Mann und ich im Dezember 2005 zusammen nach Paris fuhren. Wir hatten unseren fünften Jahrestag und wollten zu diesem Anlass etwas romantisches unternehmen. Da wir in der Nähe zu Frankreich wohnen, kamen wir schnell darauf eine Tagesfahrt mit einem Ortsansässigen Reiseunternehmen in die Stadt der Liebe zu buchen. Wir hatten an jenem Tag im Dezember strahlend blauen Himmel über Paris. Es war Kalt, aber erträglich und es war traumhaft unter der Sonne durch diese atemberaubende Stadt zu flanieren. Wir buchten eine Seine Rundfahrt und ich vergesse NIEMALS diesen Moment, als wir wie aus dem Nichts an der Notre-Dame entlang bzw. vorbei fuhren.  Eindrucksvoll, Geschichtsträchtig und erhaben tronte diese Kirche über uns und war um uns, über uns, einfach überall. Dieser Moment hat sich tief in mein Herz gebrannt und als ich die Wunden des Feuers gestern Abend im TV sah, hatte auch ich eine tiefe Wunde in meinem Herzen, denn ich musste an diesen strahlenden Wintertag denken, als ich mit meinem Mann über die Seine fuhr und dieses Gebäude bestaunte und einfach nur dankbar war, so etwas schönes sehen zu dürfen.

Meine Gedanken sind heute in Paris, bei der Notre-Dame, die für mich viel mehr ist als ein Gebäude aus alter Zeit. Für mich erzählt sie Geschichte und verbindet das was war mit dem was sein wird!

In diesem Sinne

Mein Herz ist heute in Frankreich!

 

Alexa

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