Alexas Gedanken zu…. “Diversität in Filmen und Serien”

Diversität ist wichtig und ich bin froh, dass darüber gesprochen wird! Diskriminierung von Menschen, die nicht der “Norm” der Gesellschaft entsprechen ist in keinster Weise zu befürworten.
Was mich jedoch zunehmend stört, ist die Umsetzung des Themas und die einfallslosen und immer gleichen Storylines. Den Protagonisten wird kaum Handlungsspielraum eingeräumt und  die Charaktere sind oftmals gleich angelegt. Dadurch geht meiner Meinung nach die angestrebte Vielfalt der Charaktere, die interessante Entwicklung der Handlung und die Unterschiede der einzelnen Serien verloren.

Ja, wir müssen darüber reden, dass niemand wegen der Herkunft, einer Behinderung, sexuellen Orientierung oder Glaubensrichtung diskriminiert wird. Das ist wichtig und niemand hat das Recht einen anderen Menschen deswegen anzugehen.
Mir ist dieses Denken fremd und mir ist komplett egal was im Schlafzimmer meines Gegenüber passiert, wo jemand herkommt usw. Ist jemand nett zu mir, bin ich nett zu ihm, so einfach ist das!
So richtig aufgefallen ist mir die fehlende Kreativität um das “Anderssein” der Hauptprotas, als ich nach “911” (eine Feuerwehrserie) den Spin-Off “911 Lone Star” anfing zu gucken. Bei “911 Lone-Star” gibt es eine Frau die ihren Glauben zelebriert und trotzdem Influencer in Social Media ist, den Hispanic, den Homosexuellen, der bodenständige Einheimische.
Bei der Mutterserie “911” gibt es eine Polizistin mit Afroamerikanischen Wurzeln, eine Homosexuelle Sanitäterin mit demselben Hintergrund, einen Hispanic, ein Kind mit einer Behinderung, einen Protagonisten mit asiatischen Wurzeln. Nur zwei Beispiele einer endlosen Reihe von Serien, die auf diese Art und Weise mit dem Thema “Diversität” umgehen.
Muss denn wirklich in JEDER Serie dieselbe Geschichte erzählt werden? Die Storylines, die sich teilweise nicht mal im Wortlaut unterscheiden, werden mit den immergleichen Problematiken überfrachtet und diese lang und breit durchgekaut. Immer die gleiche Herangehensweise, derselbe Weg, nur die Darsteller sind andere.
Wie leicht war es da noch in den 90ern, als “Dawsons-Creek” oder “Willkommen im Leben” typische Teenagerprobleme behandelten, so manches Tabu quasi nebenher brachen und damit mehr Aufmerksamkeit in der Medienwelt einheimsten, als diese offensichtliche Einfallslosigkeit, die die Storywriter beim Thema Diversität an den Tag legen. Wo bleiben die überzeichneten und überspannten Protagonisten, der Wortwitz, die Komik, mit der man dieses Thema auch behandeln könnte?

Die Vielfalt der Charaktere, die bisher in Serien vorherschte, ist durch den fehlenden Input komplett verloren gegangen! Niemand traut sich mehr schrille Charaktere in einer Serie hervorzuheben, aus Angst jemand könnte sich diskriminiert fühlen und die Produktion verklagen. Ich möchte nicht wissen wieviele Drehbücher deshalb im Abfall landen.

Die krampfhafte und einseitige Einhaltung und Berücksichtigung des Themas steht der Vielfalt der Kreativität gegenüber und ich wünsche mir so sehr, dass sich die Serienlandschaft wieder einkriegt. Warum bedient man sich nicht der Vielfalt der Welt und Gesellschaft, ohne ständig dieselbe Darstellung von Diversität zu wählen? Warum muss immer auf dieselben Handlungsstränge und Geschichten zurückgegriffen werden? Subtile Einflüsse des Themas in den Storylines fände ich viel wirkungsvoller, als das offensichtliche immer auf dieselbe Art und Weise zu präsentieren.

Ich wünsche mir Überraschungen und unvorhersehbare Storylines, eine interessante Entwicklung der Protagonisten als Unterhaltung. Nichts davon ist momentan gegeben, da die Serien im Augenblick all dieselben Geschichten erzählen. Nur ganz wenige schaffen den Spagat von Diversität und spannender Handlung (Chicago Fire, Greys Anatomy), was sehr sehr schade ist.

Ich glaube die Serienlandschaft benötigt mutige Storywriter, die sich offen mit dem Thema auseinandersetzen und ihm Gewicht in einer Serie einräumen, jedoch nicht zu offensichtlich und auf dieselbe Art und Weise, wie hundert andere vorher. Diversität ist viel zu wichtig und muss Gehör finden, doch das geht auf ganz verschiedene Arten. Ich hoffe, wir bekommen davon in Zukunft auf unterschiedliche Weise etwas zu sehen.

Soweit meine Meinung dazu. Wie seht ihr das?

 

Eure Alexa

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2 Antworten zu Alexas Gedanken zu…. “Diversität in Filmen und Serien”

  1. Anni sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele, Alexa, mit jedem Wort. Fast scheint es, als gingen die eigentlichen Geschichten unter vor lauter auch wirklich alle jemals da gewesenen Formen von Diversität unterzubringen. Ob das im Sinne des Erfinders ist, ich weiß es nicht, ich jedenfalls fühle mich oft sehr gelangweilt, wenn tagein tagaus die gleichen Storys erzählt werden.

    Viele Grüße
    Anni

    • Alexa Bastone sagt:

      Hallo Anni,

      und ich dachte schon, ich bin die einzige die das so sieht.
      Stimmt, langsam aber sicher wird es ermüdend, weil gefühlt jede Geschichte dieselbe ist und man schon das Ende der Storyline kennt.

      LG Alexa

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