London – eine Stadt die einem den Atem raubt

UndergroundBuckingham Palast, Big Ben, Tea Time und die Royals. Daran denkt man automatisch wenn der Name der Hauptstadt des United Kingdom fällt. Aber London ist soviel mehr! Als ich mich im Dezember 2010 mit meiner besten Freundin auf das Erlebnis London einließ, hätte ich mir niemals träumen lassen wie sehr mich diese Metropole begeistern würde. Damals hatten wir nur 10 Stunden Aufenthalt in London, was für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie das Haus of Parliament oder den Buckingham Palast vollkommen ausreichte. Aber ich wollte mehr, am besten alles und als es Zeit war Abschied zu nehmen wäre ich am liebsten geblieben. Ich hatte Schwierigkeiten mich wieder an meinen Alltag zu gewöhnen und für mich war klar, diese Stadt habe ich nicht zum letzten Mal besucht.
Im Dezember 2012 flog ich erneut für 3 Tage an die Themse und leider verging die Zeit wieder viel zu schnell! Zumindest reichte diesmal die Zeit um mehr von London zu sehen.

Elmwood_HotelAls Übernachtungsmöglichkeit kann ich das Elmwood Hotel am Argyle Square empfehlen. Das Hotel ist ca. 500 m von der St. Pancrass/Kings Cross Station entfernt. Der Preis für 3 Übernachtungen im Doppelzimmer lag bei 80 Pfund pP, ein absoluter Spitzenpreis für die zentrale Lage. Der Empfang an der Rezeption ist sehr freundlich und nett. Die Zimmer sind klein und sauber, zum schlafen und duschen ist der Platz absolut ausreichend. Der Check-In ist ab 14:00 h möglich, ist man früher am Hotel kann man sein Gepäck kostenfrei unterstellen. Das gilt jedoch nicht beim Check-Out, hier sind 5 Pfund pro Gepäckstück fällig! Mein einziger Kritikpunkt am Elmwood Hotel.
Das Frühstück, von dem man in London nicht viel erwarten sollte, wird in einem kleinen Speisesaal serviert und darf, an Londoner Maßstäbe gemessen, als üppig bezeichnet werden. Der Toast wird noch warm serviert, auf Nachfrage werden weitere Toastscheiben gereicht. Joghurt, Tee, Kaffee, Säfte, Kornflakes, Wurst, Käse sowie verschiedene Marmeladensorten runden das Angebot ab.

KingsCrossNach dem Frühstück ist Sightseeing angesagt! Der Bahnhof Kings Cross, als Harry Potter Fan ein absolutes Muss, ist die erste Station auf dem Städtetripp und stolz lasse ich mich an dem Gepäckwagen unter dem Hinweisschild Platform 9 3/4 fotografieren. Ein wirklich erhebender Moment.
Kings Cross liegt nahe der St. Pancrass Station, die am 1. Oktober 1868 in Betrieb genommen wurde. Der Bahnhof ist imposant und definitiv einen Blick wert.

Der nächste Weg führt zur U-Bahnstation von Kings Cross. Ohne das weit verzweigte U-Bahnnetzwerk kommt man in London nicht weit. Ein kleiner Tip, ab 9:30 Uhr kosten die Tageskarten für Zone 1+2 rund 1,50 Pfund weniger.
In den U-Bahnstation findet man, bei den Automaten für die U-Bahntickets, Flyer mit dem Plan der Londoner U-Bahn. Auf den ersten Blick besteht er nur aus farbigen Linien, aber mit jeder Nutzung der Tube fällt der Umgang damit leichter.
Keine Angst wenn man die Falsche Bahn erwischt, beim nächsten Halt einfach aussteigen. Findet man sich alleine überhaupt nicht zurecht gibt es auch genug Mitarbeiter vor Ort, die einem sehr freundlich und kompetent Auskunft geben.

Was viele Touristen in London begeistert, ließ mich eher kalt. Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett hat mich nicht vom Hocker gerissen. Im Gegenteil! Ich war sehr enttäuscht von dem nicht vorhandenen Flair des Hauses und dem Arrangement der Figuren. Zweifelsohne sind die Abbilder der Stars sehenswert und unerreicht in ihrer Perfektion, aber für 30 Pfund pro Person habe ich definitiv mehr erwartet! Zudem ist es nicht möglich sich mit allen Figuren fotografieren zu lassen. Die britische Königsfamilie, Barack Obama und auch die männlichen Stars Robert Pattinson und Taylor Lautner sind nur mit einem selbst auf dem Bild, wenn man sich von dem Fotografen vor Ort ablichten lässt. Das Bild kann am Ende des Besuchs erworben werden.
Das Gruselkabinett und eine Wagenfahrt durch die Geschichte Londons fand ich jedoch sehr interessant.

Sherlock_Holmes_MuseumNach dem Besuch bei Madame Tussauds bietet es sich an, das legendäre Haus vom berühmtesten Detektiv der Welt zu besichtigen. Die beiden Attraktionen liegen nicht sehr weit voneinander entfernt und die Statue von Sherlock Holmes weist einem den Weg, die direkt vor dem Eingang der ältesten U-Bahnstation Londons steht. Die Baker Street selbst versprüht leider nicht mehr den Charme der vergangenen Epoche, als Pferdekutschen über das Kopfsteinpflaster holperten und Frauen mit Reifröcken bekleidet über die Gehwege flanierten, aber ein Hauch dieser Zeit schwingt noch immer zwischen den Häusern. Sherlock Holmes ehemaliges zu Hause beherbergt ein Museum über den Detektiv und ist zur Besichtigung frei gegeben.

London_Eye_Big_BenZurück in der U-Bahn geht es in Richtung Westminster Station. Von hier aus erreicht man bequem zu Fuß das House of Parliament und somit auch den Big Ben, das London Eye, die Westminster Abbey, die Downing Street, Horse Guards und ein wenig weiter geradeaus den Trafalgar Square.
Für mich ist das House of Parliament und Big Ben jedes Mal das absolute Highlight einer Londonreise. Ich liebe dieses imposante Gebäude und bin jedes Mal vor Ehrfurcht erstarrt wenn ich davor stehe. Das London Eye als solches ist eine echte Attraktion, weil es einen grandiosen Blick über die Skyline der Stadt bietet. Am Abend erstrahlt das London Eye in verschiedenen Farben und ist ein begehrtes Objekt für garantiert außergewöhnliche Fotos.

Oxford_StreetIn der Weihnachtszeit ist die Oxford Street ein richtiges Highlight mit all den geschmückten Fassaden der großen Einkaufshäuser. Ich bekam vor Staunen den Mund nicht mehr zu. London lässt sich etwas einfallen um die Touristen, die aus aller Welt in die Stadt strömen, zu beeindrucken. Hier findet Frau und auch Mann alles was das modebewusste Herz begehrt. Der Londoner Schick ist einzigartig auf der Welt und hat mich direkt angesprochen. Ich hätte mich ohrfeigen können, dass ich mein Budget für die Reise nicht höher angesetzt hatte, denn in der Oxford Street kann man die Kreditkarten glühen lassen und den Geldbeutel in die Magersucht treiben!
Auch die Technikfreaks kommen auf ihre Kosten. Ich habe noch nie einen so großen Apple Store gesehen wie in der Haupteinkaufsmeile von London. Ein Traum für jeden Anhänger des angebissenen Apfels.

In den Seitenstraßen der Oxford Street gibt es mehrere Filialen des Spaghetti House. Der Service ist hervorragend, die Kellner sowie die Chefin des Restaurants sehr zuvorkommend und höflich, das Preis- Leistungsverhältnis stimmt auch. Wer sich nicht auf eine kulinarische Erlebnisreise begeben möchte und lieber der bekannten italienischen Küche treu bleibt, ist im Spaghetti House genau richtig.

St.James-ParkTag 2 beginnt mit einem stärkenden Frühstück und erneut wird sich in das Gewühl von London gestürzt. Die Wachablösung beim Buckingham Palast ist ein sehenswertes Spektakel und lohnt sich, auch wenn einem bei Minustemperaturen die Nase abfriert. Mit viel Glück sieht man vielleicht mehrere Mitglieder der Königlichen Familie. Am Palast liegt direkt der St. James Park. Sehr idyllisch und perfekt um der Hektik der Großstadt eine Zeitlang zu entfliehen. Egal bei welchem Wetter, ein Spaziergang lohnt sich immer.
Weiter geht es in Richtung Tower und Tower Bridge. Die Anlage des Towers von London ist sehr weitläufig, weshalb ich davon abrate sie während eines kurzen Städtetrips zu besichtigen. Von außen ist ein Blick in die Anlage möglich und man saugt mit jedem Atemzug die Geschichte des Landes in sich hinein.
Ein kurzer Spaziergang entlang der Themse und die Tower Bridge kommt in Sicht. Der Wind pfeift einem um die Ohren, wenn man über die Brücke flaniert und innehält, um die Geschichte der Brücke auf den angebrachten Tafeln zu lesen. Für mich war es ein absoluter Traum die Tower Bridge zu überqueren und ich war sehr beeindruckt.
Anschließend führt der Weg, mit der U-Bahn, kreuz und quer durch London zur Tottenham Court Road, durch die Oxford Street, zur Westminster Abbey, dem New Scotland Yard und zum Schluss nach Covent Garden, der überdachten Markthalle.
Der Tee aus dem Tea Palace kann ich sehr empfehlen und ich decke mich hier immer mit Vorräten ein, bevor an den Ständen, wo es von Nippes bis echte Antiquitäten alles zu kaufen gibt, vorbeigeschlendert wird.

Picadilly_CircusAm Abend verschlägt es mich zum Picadilly Circus und es ist um mich geschehen. Neben dem House of Parliament mein liebster Platz in London. Hier tobt das Leben, das Flair dieses Ortes ist schier unglaublich! Gerne würde ich mir Karten für ein Musical kaufen, doch die Zeit drängt und ich verschiebe das Musical auf das nächste Mal.

Tag 3 beginnt und leichte Wehmut macht sich bei mir breit. Nach dem Frühstück wird ausgecheckt und ein letztes Mal fährt mich die U-Bahn an die Lieblingsorte dieser Reise. Passend zu meiner Stimmung fängt es an zu regnen, aber auch das gehört zu einem Londonbesuch dazu.
Kurz nach 15:00 Uhr Londoner Zeit heißt es Abschied nehmen. Der Shuttleservice bringt mich von der Victoria Station zum Flughafen.

Diese Stadt lebt die Geschichte und die Historie wie keine andere. Die Menschen sind extrem höflich, zuvorkommend und nett! Allein der Mentalität der Londoner wegen lohnt es sich der Metropole einen Besuch abzustatten. Ich liebe die Fahrten in der U-Bahn, man kommt leicht mit den Mitfahrern ins Gespräch und ich sitze gerne auf meinem Platz und höre den leise geführten Unterhaltungen zu. Die allgemein verbreitete Ansicht Engländer seien steif und zugeknöpft, kann ich nicht bestätigen. Das Gegenteil ist der Fall. Blickt man sich suchend in der Gegend um, wird man höflich angesprochen ob man Hilfe benötigt oder rempelt ein Engländer dich an, entschuldigt er sich direkt.

Ich spreche zu London keine Empfehlung aus, denn das hat die Stadt an der Themse nicht nötig!
Eines ist sicher, wenn jemand einmal in London zu Besuch war, kehrt er immer wieder dorthin zurück!

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Quelle der Bilder: Alexa Gr.

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4 Antworten zu London – eine Stadt die einem den Atem raubt

  1. Andrea :) sagt:

    Toller Bericht! und wie viel sich verändert hat, seit ich das letzte Mal in London war… Gleid 93/4 war noch nicht beschildert, wir hatten es daher nicht gefunden. Aber Mme Tussauds fand ich damals schon enttäuschend…. :/ Wie schön dass Du die Wachablösung erlebt hast! wir sind jeden Tag hin, und jedes mal ein Schild „No Changing of the Guards today“. grml 🙂
    wenn ich den Bericht lese, bekomme ich extrem Lust, da auch mal wieder hinzufahren :)) mal schauen was da geht 😉

    • Alexa Grünewald sagt:

      Danke dir Andrea! Naja das Gleis selbst gibt es nicht, es ist nur eine Ecke vom Bahnhof wo so ein Gepäckwagen an der Wand montiert ist und drüber steht halt das „Platform 9 3/4! Aber das ist egal, ist trotzdem geil 🙂
      Oh ja wir hatten echt Glück! Haben ja sogar Charles und seinen Vater gesehen und ich bin der festen Überzeugung auch Kate und die Queen 🙂

      Uiiii….dann drück ich mal die Daumen das es klappt!

  2. Jenny :) sagt:

    Huhu 🙂
    Wow.. das ist ja schön *-* Bin gleich mal deine Leserin geworden . Würde mich freuen wenn du mal bei mir vorbei schauen würdest .
    Alles Liebe
    Jenny

    http://jemasija8.blogspot.de/

    • Alexa Grünewald sagt:

      Hey,

      super das es dir gefällt und das freut mich das ich dich als Leserin dazugewonnen hab!
      Und schon passiert! Ich folge dir! Werde dich noch in meine Blogroll einfügen 🙂

      LG Alexa

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