The #Hobbit – Smaugs Einöde

Der_Hobbit_2_Als ich den Trailer zum zweiten Teil der Hobbit-Trilogie sah, war ich schier begeistert und konnte es kaum erwarten den Film zu sehen. Kurz vor Weihnachten war es soweit und obwohl ich mich krank und fiebrig fühlte, schleppte ich mich in das hochgelobte und langersehente Fantasyspektakel. Über 160 Minuten saß ich mit meiner 3D Brille im Kino und wusste am Ende nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Smaugs Einöde ist leider wieder einmal ein Beispiel dafür, dass die Trailer von Blockbustern nicht immer das halten was sie versprechen.Der zweite Teil der Trilogie um den jungen Bilbo Beutlin, gespielt von einem hervorragenden Martin Freeman, beginnt recht vielversprechend. Vergessen ist die lange Einführung, die im ersten Teil die Geschichte ausbremste.
Die Anfangssequenz von Smaugs Einöde führt uns alteingessese Mittelerde-Besucher in das Gasthaus „zum tänzelnden Pony“ wo sich neben dem Zwergenprinz Thorin allerlei Gesindel aufhält. Gandalfs erscheinen rettet Thorin aus einer brenzlig zu werdenden Situation und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Es werden Trolle bekämpft, Elben werden verärgert und die Welt der Menschen erkundet, bevor man endlich am einsamen Berg, auch „Smaugs Einöde“ genannt, ankommt und diesen zurückerobern möchte. Bilbo wird voraussgeschickt um den Drachen Smaug zu überlisten, ohne Erfolg. Schließlich besinnen sich die Zwerge auf ihre Gemeinschaft und stürzen sich Schulter an Schulter in die Schlacht.
Eine Schlüsselrolle scheint noch dem Rebellen der Seestadt, Bard, zugedacht, die sich jedoch erst im dritten Teil der Trilogie offenbaren wird.

Die Zusammenfassung der Handlung ist kurz und knackig, bringt die 160 Minuten des Films jedoch auf den Punkt.

Die Geschichte erinnert in vielen Sequenzen an die Lord of the Rings Trilogie, jedoch ohne die Magie dieser Filme zu transportieren. Eine Actionsequenz reiht sich an die nächste, es gibt kaum Verschnaufpausen für den Kinobesucher und wenn, dann werden diese mit seltsamen nicht zur Handlung passenden Ereignissen ausgefüllt.

Das Liebesdreieck zwischen Legolas, Tauriel und Kili wirkt erzwungen und passt meiner Meinung nach weder zur Handlung noch zu dem Wesen von Tauriel oder Legolas. Die Geschichte ist kein Bestandteil der Buchvorlage, ebensowenig wie die Romanze zwischen Arwen und Aragorn von J. R. R. Tolkien ausgeschmückt wurde, doch wo zwischen Arwen und Aragorn eine bedingungslose Hingabe und Magie auf der Leinwand zu spüren war, gähnt bei Tauriel und Kili das große Nichts!

Sehr gespannt war ich ebenfalls auf die Darstellung von Thranduil, Legolas‘ Vater. Vor allem war ich sehr interessiert an ihrem Verhältnis zueinander.
Auch hier wurde ich schwer enttäuscht. Thranduil wird als herrischer, skrupelloser und herablassender Herrscher dargestellt, dessen Verhältnis zu seinem Sohn weder von Respekt noch von Akzeptanz geprägt ist.
Thranduil ist wohl die Rolle zugedacht die Elrond in den Lord of the Rings-Filmen inne hatte, doch der Charakter kommt bei weitem nicht an den weisen, gütigen wenn auch strengen Elrond heran. Zudem zeigt er in keinster Weise die elektrisierende Ausstrahlung der Macht, die von einem Elbenkönig ausgehen sollte.
Legolas selbst wird als kompromissloser und eifersüchtiger Elb dargestellt, der komplett im Gegensatz zu dem Legolas steht, den man aus den Verfilmungen der Lord of the Rings Reihe kennt.

Ich weiß, so mancher wird sich jetzt fragen warum ich die Vergleiche zu der Ring-Trilogie ziehe. Ganz einfach, dieser Teil der Hobbit-Trilogie ist so sehr Lord of the Rings lastig, das mir gar nichts anderes übrig bleibt als Vergleiche zu ziehen, sie werden dem Kinobesucher förmlich aufgedrängt. Leider schneidet The Hobbit – Smaugs Einöde im Vergleich nicht besonders gut ab.

Mein Fazit zum zweiten Teil der Hobbit-Trilogie fällt ganz klar und entschieden aus: Man bemerkt das sich Peter Jackson in dem Mittelteil der Reihe frei entscheiden konnte was er in den Film reinpackt und hat es dabei maßlos mit allem übertrieben. Zu viel Kitsch, zu viel Special Effects, zu viel Lord of the Rings lastig.
Zu wenig von dem Zauber der so schön umgesetzten Lord of the Rings Filme, zu wenig Gefühl und viel zu wenig Liebe zum Detail!
Ich bin mir sicher J. R. R. Tolkien würde sich bei dieser Verfilmung im Grabe herumdrehen.

Deshalb bekommt von mir The Hobbit – Smaugs Einöde nur einen Sonnenuntergang, denn auch Martin Freemans herauragende schauspielerische Leistung als Bilbo konnte den Film nicht retten. Ich kann nur hoffen, das sich Peter Jackson in Teil 3 wieder auf seine alten Stärken besinnt und ich es nicht bereue den Abschluss der Saga im Kino verfolgt zu haben.

Meine Bewertung:

Bewertung1

 

 

 

Quelle der Bilder: http://www.moviepilot.de/files/images/article/file/10206203/Der_Hobbit_2__17_.jpg

Alexa Gr.

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