Alexas Gedanken zu… “Knapp…Knapper…nichts mehr da”

Seit Beginn der Corona Pandemie merke ich eines: Die Zeit, in der ich in einen Discounter gegangen bin und mir meine Jahrelang liebgewonnen Produkte in den Einkaufswagen lege, ist vorbei. Seit dem 1. Lockdown, in dem das Toillettenpapier wochenlang nicht zur Verfügung stand, bemühe ich mich mit der Situation zurecht zu kommen. Gleichzeitig frage ich mich jedoch, warum in Deutschland plötzlich keine Waren mehr angeboten werden können. Gibt es tatsächlich NICHTS mehr? Ist es reine Profitgier, um den Preis hochzutreiben und mehr Gewinn einzustreichen? Gnadenlose Fehlkalkulation? Ich habe mir dazu Gedanken gemacht und für mich persönlich zwei Möglichkeiten gefunden, weshalb wir die jetzige Situation in Deutschland haben, meiner Meinung nach.

Vor einiger Zeit habe ich gelesen, das nun auch das Eis knapp wird. Hinzu kam die Meldung, dass das Bargeld nur noch eine Zeitlang zur Verfügung stünde. Jeden Tag laufen solche Meldungen von Gütern, die plötzlich, ohne für mich ersichtlichen Grund, nur noch sehr begrenzt oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen auf, und lösen bei mir immer mehr erstauntes Kopfschütteln aus.

Beim Einkaufen im Geschäft überkommt mich mittlerweile nur noch Frustration. Mit Bargeld bezahle ich nur noch höchst selten, obwohl ich mich dabei noch immer unwohl fühle selbst Kleinstbeträge mit Karte zu zahlen. Was früher verpönt war, ist heute Normalität geworden.
Abgesehen von den saftigen Preiserhöhungen könnte ich jedes Mal im Ladenlokal heulen. Ich benutze seit Jahren dieselben Produkte, besonders im Reinigungs- und Drogeriesortiment. Seit den Lockdowns bin ich häufig gezwungen umzudisponieren, was zum einen nicht immer toll ist, weil ich gegen viele Produkte wegen ihrer Inhaltsstoffe allergisch bin, zum anderen fühle ich mich gedrängt etwas zu kaufen, was ich nicht möchte.

Meine Kollegin sagte zu mir einen Satz, der mich nicht loslässt: “Wir haben lange in einer Zeit des Überflusses gelebt, die ist jetzt vorbei.” Das stimmt, ich selbst habe mich oft gewundert, wie man zwei Fünfzehn-Meter Regale nur mit Shampoo füllen kann, wo doch jedes der angeboteten Produkte den gleichen Zweck erfüllen soll: die Haare zu säubern. Das lässt sich mühelos auf jede Sparte ausdehnen: Süßigkeiten, Reinigungsmittel, Zahnpasta und -Bürsten… Und ich fragte mich in der Vergangenheit oft warum es dieses Überangebot überhaupt gibt.

Nun habe ich darauf eine Antwort gefunden: Es geht letztlich nur darum, möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften, in dem man den Kunden dieses reichhaltige Angebot vor die Nase setzt und ihnen mit schönen Verpackungen und tollen Werbespots das Geld aus der Tasche zieht.

Dabei ist dieses Überangebot gar nicht notwendig. In den drei Wochen Italienurlaub, der schon zwei Wochen hinter mir liegt, habe ich mal wieder gemerkt, das Deutschland sich selbst abschafft.
Wohlgemerkt haben wir im Süden Italiens, eine der ärmeren Regionen des Landes, Urlaub gemacht. Und was soll ich sagen? Hier war ÜBERHAUPT NICHTS von Lebensmittel-, Benzin- oder Stromknappheit zu spüren. Das Leben läuft dort ganz normal weiter, wie schon die Jahre vor Corona und ich frage mich was in Deutschland derart schief läuft, dass selbst Medikamente nicht mehr zur Verfügung stehen.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Die erste Möglichkeit liegt im Aufbau der Lagerungs- und Lieferketten. Die Lager vor Ort in Deutschland wurden über die Jahre hinweg immer weiter minimiert. Warum? Wie so oft sah man die Möglichkeit hier Kosten zu sparen. Sei es bei den Lohnkosten, dem Strom usw.. Im Ausland ist dies schließlich alles billiger zu haben. Die Waren befinden sich somit im Ausland, die von LKW-Fahrern in die jeweiligen Läden transportiert werden, für kleines Geld natürlich, es muss ja günstig bleiben, Ausbeutung? Kann man so sehen!
Durch die Pandemie und die Schließung der Grenzen wurde die Lieferkette, die auf diesem System basiert jäh unterbrochen. Die Panikkäufe ließen den Konsumverbrauch in die Höhe schnellen, was zusätzlich die Discounter und Geschäfte in Bedrängnis brachte. Zu knapp waren die Vorräte vor Ort kalkuliert worden. Zu spät wurde auf die erhöhte Nachfrage reagiert und schon war die Krise da.
Nachdem die Grenzen wieder offen waren kam erschwerend hinzu, dass nicht jeder LKW-Fahrer mit einem in Deutschland zugelassenen Impfstoff geimpft worden war. Diese durften nicht nach Deutschland einreisen und wieder wurde die Lieferkette unterbrochen.

Viele Waren werden zudem im Ausland eingekauft und gefertigt, weil billiger in Fertigung, Lohnkosten etc.. Das fällt uns jetzt auf die Füße. Die unterbrochenen Lieferketten sorgen dafür, das in allen Spaten von Waren in Deutschland der Mangel Einzug hält. Der Krieg in der Ukraine spielt mit Sicherheit auch hinein, wenn auch nicht so extrem wie uns die Medien gerne weiß machen möchten. Dies ist wohlgmerkt meine eigene Sicht der Dinge, jeder darf hier gerne seine eigene Meinung dazu haben.

Das ganze Ausmaß dieses Irrsinns wird am Beispiel Holz ersichtlich: als die Lockdowns losgingen wurde in den USA Holz in der ganzen Welt geordert, auch in Deutschland. Also wurde deutsches Holz in die USA exportiert. Innerhalb Deutschlands stieg die Nachfrage auch exorbitant an, schließlich saßen wir alle zu Hause fest, konnten nicht in Urlaub, also ging das Heimwerken los. Nun war kein Holz mehr da. Die Nachfrage überstieg ganz klar das Angebot. Was passierte war logisch: Die Preise zogen extrem an. Plötzlich kosteten z. B. Dachlatten locker das Fünffache des sonst regulären Preises. Was musste Deutschland tun? Holz aus anderen Ländern importieren, damit die Nachfrage, vor allem von Handwerksbetrieben, bedient werden konnte.
Wie bescheuert ist das bitte? Anstatt den Export zu stoppen, die Nachfrage im eigenen Land zu decken und ERST DANN ins Ausland zu exportieren.
Nun ja, wir wissen ja, wie gehandelt wurde, Geld steht über allem, das Denken wird hinten angestellt.

Um Szenario 1 abzuschließen eine kurze Zusammenfassung: Durch das Auslagern der Waren ins Ausland, durch zu viel Import von Waren, die man auch in Deutschland ansiedeln könnte, gab und gibt es die momentane Konsumgutverknappung.

Die zweite Möglichkeit dreht sich rein nur um die Gewinnmaximierung, welches sich gut am flüssigen Gold des Sonnenblumenöls erklären lässt. An diesem Beispiel kann man auch sehr gut erkennen, dass die Medien, besonders Social Media, eine unsagbare Macht über die Menschen erlangt haben.
Die Ukraine wird auch die “Kornkammer Europas” genannt. Ein Großteil des Sonnenblumenöls wird von der Ukraine importiert. Vollkommen okay, bis Russland im Februar in die Ukraine einmarschierte.
In Social Media Kanälen wurde nahezu zeitgleich davor gewarnt, dass das Sonnenblumenöl knapp werden könnte und was passierte? Natürlich sprangen viele der Menschen in Deutschland auf diese Schreckensmeldung an und deckten sich haufenweise mit Öl ein. Was war die Folge? Es gab eine Preiserhöhung, die man so noch nicht erlebte. Eine Flasche Öl kostete plötzlich 5 € anstatt 99 Cent.

Dies hätte vermieden werden können. Wie? Sobald diese Meldung über die Kanäle jagde, wäre eine pro Einkauf und Kopf dezimierte Abgabe von 1 Flasch Öl, wie schon beim Toilettenpapier notwendig geworden und die Preiserhöhung wäre nicht notwendig geworden. Dies passierte aber nicht, warum?

Was mich zu meiner zweiten Annahme führt: Gewinnmaximierung! Wie geht sowas vonstatten? Wie wir wissen liegen die Lager der meisten Firmen zwecks Einsparmaßnahmen im Ausland. Sind die Lager voll, die Ware wird jedoch zurückgehalten, entsteht eine künstlich herbeigeführte Verknappung der Konsumgüter. Die Nachfrage übersteigt das Angebot und die Preisspirale dreht sich. Der Anbieter hat die Ware günstig eingekauft und kann so die Preiserhöhung in seine eigene Tasche wirtschaften. Gewinnmaximierung Deluxe.
Der Handel bemerkt nach und nach die Möglichkeiten hinter der Macht des Social Media und plötzlich, so hat es den Anschein, ist die Ukraine Handelspartner Nr. 1 von Deutschland! Nudeln, Eis, Zigaretten usw. alles wird spürbar teurer.

Die Begründung: Der Ukraine-Krieg! Eine Meldung nach der anderen heizt durch den Blätterwald der Social Media Plattformen und das schlimme daran: Wir jammern, fluchen über die Preise und ärgern uns, aber wissen insgeheim, das wir nichts dagegen unternehmen können und hilflos dem Preiswahnsinn ausgeliefert sind.
Aber wir vergessen etwas: Wir KÖNNEN uns dagegen stemmen, gegen diese Entwicklung. Und wie? Indem wir diese Preiserhöhungen nicht hinnehmen! Zugegeben, ich habe leicht reden. Ich wohne in einer Grenzregion, habe somit die Möglichkeit im nahegelegenen Frankreich zu kaufen und mache das auch. Ganz besonders wenn es um Öl, Nudeln, Mehl usw. geht. Denn seltsamerweise gibt es in Frankreich keine Verknappung der Güter. Auch in Italien, wie eingangs von mir erwähnt, gab es alles was das Herz begehrte. Es ist also ein Problem das nur die Bundesrepublik betrifft. Das sollte uns zu denken geben und unser Konsumverhalten ändern.
Wir haben die Möglichkeit zum Selbstanbau von Gemüse und wir werden diese nun verstärkt nutzen. Ich versuche die Konsumgüter zu meiden, die sehr verteuert worden und verzichte wenn möglich ganz darauf oder kaufe sie in Frankreich. Denn wenn kein Gewinn mit den verteuerten Gütern erwirtschaftet wird, muss der Anbieter darüber nachdenken die Preise wieder zu senken.

Meine Ausführungen sind definitiv nicht mit wissenschaftlichen Zahlen belegt und untermauert, es ist meine ganz persönliche Meinung und sind meine Gedanken dazu. Wenn ich falsch liege, ich irgendwo einen Denkfehler habe, gerne darauf hinweisen.

Mir geht es nicht darum Menschen aufzuwiegeln, im Gegenteil, ich möchte zum Denken anregen, etwas, das uns in der heutigen Zeit abhanden zu kommen scheint.
Dies sind nur meine Gedanken dazu, mir erscheinen meine Argumente logisch und durchdacht, doch das heißt nicht, dass sie der Wahrheit entsprechen. Es sind meine Vermutungen und meine Möglichkeiten, die hinter all dem Wahnsinn der Zeit stecken KÖNNTEN, aber nicht MÜSSEN. Darauf wollte ich nur noch einmal klar und deutlich hinweisen.

Eure Alexa

Dieser Beitrag wurde unter Gedanken zu... veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.